Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Holzauge, sei wachsam




  Letztes Feedback
   20.04.19 09:49
    Jesus hat mit allen disk
   26.04.19 01:21
    Hallo, ob Sie wirklich
   4.06.19 14:11
    Pastorholzauge gibt ja s



https://myblog.de/pastorholzauge

Gratis bloggen bei
myblog.de





Was ist durch Gottes Offenbarung anders?

Die Offenbarung Gottes muss von den Menschen erkannt werden können. Was haben sie als Offenbarung erkannt?

Gottes Offenbarung ist die Mitteilung seines Menschseins. Würden die Menschen es  nur als unerreichbar überlegen erfahren, müssten sie daran zerbrechen. Sie wären „gerichtet“. Aber „Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richtet, sondern damit die Welt durch ihn gerettet wird.“ (Joh 3,17). Die Mitteilung des Menschseins Gottes ist also für die Menschen konstitutiv. Darum erfahren sie seine Offenbarung am Erfolg ihrer sozialen Fähigkeiten. Die Offenbarung Gottes ist keine Zusatzveranstaltung. Sondern die Eröffnung ungeahnter Möglichkeiten, die unter bestimmten Voraussetzungen auch verwirklicht werden können. Wenn sie aus Grenzsituationen wieder herausfinden, ist das unselbstverständlich und nicht ohne das Wirken Gottes zu erklären. Gott nimmt den Menschen nichts ab, sondern der befähigt sie, das Unselbstverständliche erreichen zu können. Das ist doch ein weltweites Geschehen. Oder ist das auf die Gläubigen Christen und Juden beschränkt? Die Wirkung der Offenbarung Gottes hängt von menschlichen Voraussetzungen ab. Wenn Gott wirkt, müssen die Menschen das auf ihre Weise auch können. Deshalb braucht jeder Fähigkeiten. Fähigkeiten, die dem Miteinander nicht zu Gute kommen, dienen hauptsächlich der Selbstinszenierung. Auch sie kann mit sozialen Einflüssen verbunden sein. Sportliche Erfolge machen sich darum auch „bezahlt“, so dass auch sie an soziale Voraussetzungen gebunden sind. Fähigkeiten, die dem sozialen Leben zu Gute kommen, liegen allen sozialen Werken zu Grunde. Die ausgezeichneten sozialen Werke sind die freiheitlichen Gemeinschaften, mögen sie privat oder öffentlich sein. Aber es ist unselbstverständlich, dass sie überhaupt zustande gekommen sind.

Ist die Kirche eine freiheitliche Gemeinschaft, in der die Offenbarung Gottes am besten zum Ausdruck kommt?

Am Anfang muss sie es gewesen sein. Inzwischen besteht sie aus Menschen, die sich ihre Identität von der Kirche zuweisen lassen. Es genügt, dass sie als Nachwuchschristen dazugehören. Wir haben eine Kirche der Katechumenen, die „schon einmal vorweg“ getauft wurden. Eine durch Entscheidung „bekehrte“ Christenheit haben wir nicht.  Bis in die Ortverbände hinein ist die Kirche darum mehr Institution als Gemeinde.

Kann man das nicht zum Besseren verändern?

Denkbar ist es. Zu machen ist es nicht. Institutionen sind Menschenwerke. Sie existieren durch eine Ordnungsmacht. Freiheitliche Werke kommen ohne das konstitutive Wirken Gottes nicht zustande. Da aber in der Kirche die obendrein „heilige“ Ordnungsmacht, die Hierarchie, dem freiheitlichen Handeln allenfalls einen beschränkten Wirkungsraum zubilligt, kann Gottes Offenbarung nur zögerlich in einzelnen Menschen zur Wirkung kommen. Im „pilgernden Gottesvolk“, wie die Kirche sich bezeichnet, behauptet sie sich durch alttestamentliche Strukturen, wo sie auf die Tradition blickt und darum mit dem Rücken zu Zukunft dasteht. Ein wenig wird sie dennoch nach vorn geschoben, weil einige über die Durchschnittlichkeit hinausgehen.

20.7.19 08:11


Allerlei Unsinn lässt sich „religiös“ rechtfertigen

Lesen wir in der Zeitung, dass im Süden Somalias die Rebellenbewegung den Leuten Gold- und Silberzähne ausreißt, weil Zahnersatz gegen religiöse Gesetze verstoße - der Träger sündige, weil er nach Schönheit strebe -  schütteln wir allenfalls den Kopf. Sollen sie doch…

Wenn in katholischen Landen eigens ein Festgottesdienst angesetzt wird, damit der „Böllerpfarrer“ Dr. G. die neue Standarte der historischen Böllergruppe weihen soll, kann man auch sagen: Sollen sie doch… Wenn es aber in der „außergewöhnlichen Predigt zur Standartenweihe“ heißt: Der durchdringende Knall hat nicht nur die Wirkung des Schocks, des Erschreckens vor der Gegenwart Gottes, sondern vermittle auch das Zeitlose. In erster Linie aber habe das Böllerschießen eine liturgische Funktion, nämlich den Menschen mit Gott in Berührung zu bringen und ihm die Gegenwart Gottes näher zu verdeutlichen. Wörtlich: „Böllern gehört eben wie die Kirchenmusik zur Liturgie und kann uns die Dimension hin zu Gott öffnen“, kann man zwar den Kopf schütteln oder sich die Haare raufen. Wenn aber solch ein Unfug noch mit einem Festgottesdienst verbunden wird, fällt es einem schwer nicht an katholisch übertünchtes Heidentum zu denken.  Kräuterweihen und Wettersegen liegen auf der gleichen Ebene. In katholischen Gegenden glaubt man gern das Unglaubliche. Weil man gern dabeibleiben möchte, ist man aufgebracht, wenn man etwas zu hören bekommt, was für Kirchgänger neu ist. Die unbedingte Wahrheit kann man niemandem aufdrängen. Sie muss ergriffen werden. Anderenfalls muss man dumm sterben. Das gibt es auch.

19.7.19 09:01


 [eine Seite weiter]



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung