Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Holzauge, sei wachsam




  Letztes Feedback
   8.11.19 19:51
    Thanks for finally talki
   15.07.20 20:37
    Sie sollten diesen Artik
   4.08.20 08:10
    Greate pieces. Keeep pos



https://myblog.de/pastorholzauge

Gratis bloggen bei
myblog.de





Das Sakrament der Gemeindebildung 2

Verstehen sie, was sie hören und sagen?

Kein Sakrament ist einer solch erregten Diskussion ausgesetzt wie das „Zentralsakrament“ der Christenheit. Bereits die verschiedenen Bezeichnungen weisen darauf hin, dass sich das in der Geschichte wandelnde Verständnis des Christseins in der Einschätzung dieses Sakramentes auswirkt. Von den Bezeichnungen des Herrenmahls über die Messe bis zur Eucharistiefeier zeigen sich eher die Schwankungen als die Entwicklungen des Sakramentenverständnisses. Das lässt vermuten, dass wenig Gotteserfahrung und viel lehramtliche Regelung das Leben der Kirche bestimmen.

Wer heute personalistisch über das Gottesverhältnis denkt, muss unter dem Begriff der „Verwaltung des Altarssakramentes“ eine andere, hoffentlich vergangene Welt erblicken.

Die urchristliche Heilsverkündigung durch Gottesdienstpraxis liegt für uns „hinterm Berg“. Wir kennen zwar die Zeugnisse über das Vermächtnis Jesu an seine Jünger in den symbolischen Handlungen des „Letzten Abendmahles“, aber wir haben auch eine „Eucharistielehre“, die nur noch ahnen lässt, was Jesus gewollt hat.

Ihm ging es darum, dass sein Wirken als absoluter Heilbringer (= Christus) sich erst „nach“ seinem Tode ereignen kann und deshalb zugänglich werden muss. „Wenn ich erhöht bin, werde ich alle an mich ziehen.

Von der Absicht Christi zum „Glaubenskriterium“ der Christen

Jesus der Christus, ist Gott, der sich in den Tod gibt sich „opfer und aus dem Tod heraus sich an den Vater übereignet und somit „aufersteht". Damit dieses bleibende Wirken des Gottmenschen zu jeder Zeit zugänglich wird, hat er für seine Jünger eine Situation „gestiftet“, die typisch für das Heil des „neuen Bundes“ ist: Die Tischgemeinschaft als „Herrenmahl“. Das „Gedächtnis“ (lat memoria, gr. anamnesis) meint das „Innewerden“, die Verbundenheit mit demselben Jesus als Auferstandenen, als „Christus“. Der auferstandene Gottmensch wäre also ohne dieses „Gedächtnismahl“ vorerst aus unserem Dasein verschwunden und müsste wiederkommen, damit wir „dort sind, wo er ist“.

Weil sein Wort: „Seid gewiß: Ich bin bei euch alle Zeit“, reale Gegebenheit für alle Menschen werden können muss, muss es auch eine „reale Gegenwart“ (Realpräsenz) geben. Hier beginnt in der Westkirche des MA die Diskussion über die Frage, wie können Leib und Blut eines einst gekreuzigten und jetzt „verklärten“ Jesus in den „Elementen“ von Brot und Wein wirklich und wirksam gegenwärtig sein? Und damit die Frage auch manifest wird: Was ist mit der Hostie geschehen, nachdem der Priester die „Wandlungsworte“ darüber gesprochen hat? Die Frage nach dem Mysterium (lat. sacramentum) trat in den Hintergrund. Die Anerkennung der Realpräsenz war das Kriterium für die Rechtgläubigkeit.

Mit der Instrumentalisierung der Hostie war einem menschlichen Bedürfnis ein unzureichendes Verständnis gegeben. Aber darauf legen noch heute die meisten Christen großen Wert: Nichts zu verstehen, aber deswegen (oder darum) „ehrfürchtig“ zu verehren. Das ist Frömmigkeit, die sich genießen lässt.

Jedes Sakrament vergegenwärtigt das Wirken des Gottmenschen

Solange Menschen nur „gegenständlich“ interessiert sind, weil sie nur fragen: Was bekomme ich da?, genügen sachliche Aussagen. Die Frage nach den „subjektiven Bedingungen“ des „Empfängers“ sind sehr komplex, weil geschichtlich Bedingtes und Unbedingtes zusammengesehen werden müssen. Das aber trifft für den Menschen immer zu, auch wenn er sich dessen nicht bewusst wird. Die Frage nach dem „würdigen Kommunionempfang“ kommt zwar auf dasselbe hinaus wie die Frage nach der „Disposition des Empfängers“. Das eine kann man vermeintlich regeln. Das andere bleibt problematisch, d.h. es gibt keine vorweggenommene Antwort auf den Geistestyp des Menschen, der ja erst durch die Selbstmitteilung Gottes in den Sakramenten hervorgebracht werden soll und bis dahin entzogen bleibt. „Was wir sein werden ist noch nicht offenbar“. Was wir zunächst sind, muss uns aber so weit wie möglich zugänglich werden, weil wir anders den Unterschied nicht finden. Dann aber wäre alles umsonst. Nichts aber ist umsonst, solange es die Einigung immer neuer Unterschiede gibt. Denn das ist Kommunikation.

 

 

 

Communio ist Christengemeinschaft durch Christusgemeinschaft

Wie Menschen „gemeinschaftsfähig“ werden ist ein umfassendes Problem. Ihre naturale Endlichkeit können sie „organisieren“, ihre Personalität können sie infolge der Annahme des Geistes Gottes „kommunizieren“, weil Gott mit ihnen „kommuniziert“. Das weiss die Christenheit durch die Ein-Leib-Lehre des Paulus, die Caritas-Lehre des Augustinus bis hin zum „sacramentum unitatis“ (einheitsbildendes Sakrament) der Konzilien.

Wir fragen nach den Menschen, die das verwirklichen.                                                 

16.7.20 09:32
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung