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Geist und Macht

Kraft gibt es in der Welt auch außerhalb des Geistes. Sie darf in keinem Wesen fehlen, wenn es sich gegen die Negativität behaupten können soll. Macht ist eine besondere Weise der Kraft.

Zunächst ist zu fragen, was sie zu verstehen gibt.

Macht ist eine von sozialen Interessen geleitete Verfügungsgewalt. Sie wird darum nicht nur als fragwürdig von dem empfunden, der sie zu spüren bekommt und dabei seiner Unterlegenheit gewiss wird. Sie ist besonders deswegen problematisch, weil sie den Willen dessen beeinträchtigt, den sie erreicht. Der Wille aber ist der „Sitz des Guten“. Darum ist die Frage, was den Mächtigen berechtigt, über andere zu verfügen, letztlich die Frage nach dem Sinn von Macht. Die Antwort muss aus dem Wesen des Geistes gegeben werden und nicht aus Zwecken, die von der Macht verfolgt werden. Solange die Unterscheidung (nicht Trennung) von Natur und Person nicht auf ihre Bedeutung hin offengehalten wird, werden Macht und Geist unversöhnt bleiben.

Macht und Miteinander.

Macht schließt immer Beziehungen mit ein. Die Frage nach dem Sinn von Macht muss sich jedoch aus der Qualität von Verhältnissen ergeben. Macht kann das Miteinander beschädigen oder beseitigen. Nur das Gegenteil kann berechtigt sein. Es scheint, dass die Heilige Schrift darum als Gegenbegriff das „Dienen“ wählt, das ja beachtliche „Größe“ verlangt. Damit ist keine Unterwerfung gemeint, sondern eine prinzipielle Überlegenheit. Denn wer Fürsorge und Hilfe braucht, ist nicht einmal seiner selbst mächtig. Die Macht hat ihren Wirkbereich also nicht allein in einer Beziehung, sondern auch im Subjekt, aber zur Förderung des Schwächeren.

Unverzichtbar ist die Eigenmächtigkeit.

Sie ist die Fähigkeit zur Selbstbehauptung oder „Selbstmächtigkeit“. Denn jedes endliche Wesen ist gefährdet, weil im Dasein die Negativität mitwirkt. Da auch die Negativität eine Macht ist und im Verhältnis zur Selbstmächtigkeit einen Überschuss haben kann, ist der Mensch „von Natur aus“ an einem Überschuss an Kraft zur Selbstbehauptung interessiert. Denn in seiner Natur erfährt er seine Daseinsgefährdung. Es droht immer das Chaos, wenn Macht es nicht niederhält. Ließe sich die Macht auf diesen Zweck beschränken (funktionalisieren), so brauchte niemand die Macht zu fürchten. Da diese Machtbeschränkung eine anderes Verständnis vom Menschen voraussetzt, ist das Machtverlangen und die unbeschränkte Steigerung der Macht (Machtgier) eine Selbstoffenbarung des Menschen als endliches Wesen mit „Un-endlichkeits“-Verlangen.

Die Daseinsangst steigert beim Naturalisten das Machtverlangen bis zum vergeblichen Selbstsicherungsstreben. Je mehr jemand Naturalist ist, um so größer muss sein Machtstreben sein.

Macht und Einflussnahme.

Im Miteinander ist Einflussnahme eine Bedingung des Miteinander. Es gibt jedoch keine Rechtfertigung dafür, auf jemanden der „seiner selbst mächtig“ ist, einen hinderlichen Einfluss zu nehmen. Darum muss dem Menschen das Recht belassen werden, sich der hinderlichen Abhängigkeit eines rigorosen Machtträgers zu entziehen, wenn er keine Machtkonkurrenz zulässt. Denn ein Machtträger läuft immer Gefahr, die Macht um ihrer selbst willen zu erstreben und zu mehren. Das Motiv ist die Daseinsangst, die immer um das geringe Maß an Kraft weiß und die nicht minder schwache Kraft an Wohlwollen, das die Armut des Miteinanders offenbart. Die wohlwollende Einflussnahme bedarf keiner Rechtfertigung. Sie ist Gerechtigkeit oder Liebe. Das eine ist brüchig, das andere selten.

Die Begrenzung des Machtstrebens durch den Geist

Je schwächer der Geist ist, um so größer der „Geist-Ersatz“ durch Macht. Geist, der förderlichen Einfluss nimmt, ist Autorität. Autorität kann auf jeden Zwang verzichten, weil sie einen Überschuss dessen hat, was anderen fehlt. Autorität ist Geistesmacht, die nicht unterwirft, sondern sogar darauf hinwirkt, sich von denen übertreffen zu lassen, die sie gefördert hat. (bibl Weisheit). Wo es an Autorität fehlt, wird Zwang als „Autoritäts-Ersatz“ ausgeübt.

Um Autorität oder Weisheit besorgt zu sein, müsste den Christen auszeichnen. Denn die verfügende und regulierende Macht steht oder fällt mit der endlichen Natur des Menschen. Die Autorität als „dienende Macht“, wirkt jenseits der Kategorien von Befehl und Gehorsam. An ihr ist nichts auszusetzen, weil sie Geist ist, der Geist zu wecken vermag. Dieses Geschehen muss es um des Heiles willen geben. Denn wenn Gott, jene Wirklichkeit, an der nichts auszusetzen ist, „allmächtig“ genannt wird, dann ist seine Macht von vornherein Geistesmacht, deren Interesse es ist, Geistwesen zur Kommunikation zu „ermächtigen“.

13.7.20 09:20
 



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