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Wenn Gott „spricht“, muss ihn jemand gehört haben.

Was aber hat der Hörer daraufhin zu sagen? Gibt Gott sich nur zu erkennen, wenn er „spricht“, so ist der Hörer „in Kenntnis gesetzt“. Welche Bedeutung aber hat dieses Wissen? Wissen heißt, die Wirklichkeit sehen. Was bringt es dem Menschen ein, wenn er durch „Gottes Wort“ mehr weiß als vorher? Vermehren sich dadurch seine Fragen oder werden seine offenen Fragen dadurch beantwortet? Wird sein Verständnis geklärt und vor Irrtum bewahrt? Gottes Sprechen erschöpft sich nicht in einer Information über seine Absichten. Sein Sprechen wir Offenbarung genannt und seine Offenbarung ist seine Selbstmitteilung. Die Folgen auf Seiten des Hörers sind darum nicht nur Information, sondern „Konstitution“. Damit ist gemeint: Der Hörer des Gotteswortes wird dazu befähigt, zu sein, was er weiß. Denn wo Gottes Wahrheit ist, da ist auch seine Wirklichkeit. „Meine Worte sind Geist und Leben.“ Gottes Wirken ist deshalb in jenen Situationen zu finden, wo sein Wort in menschlicher Sprache und in Zeichenhandlungen, die wir Sakramente nennen, „verkündet“ wird. Verkündigung hat darum zwei gleichwertige Vollzüge: Sprache und Zeichen; Wort und Sakrament. Die Wirkung aber hängt von der Geisteshaltung des Hörers (der Disposition) ab. Diese Hörbereitschaft wird meistens mit dem belasteten Wort „Gehorsam“ bezeichnet. Es geht jedoch bei der Gestaltung von Geisteshaltungen um mehr. Es geht um den Weg zu jenem Ziel, das wir mit Auferstehung und Heil bezeichnen. Das ist erreicht, wo der Mensch geworden ist, was er für immer sein soll. Fragt er, wer er sein soll, so muss er nach Gott fragen, weil er es anders nicht sein kann. Das kann man ihm sagen, so dass er es weiß. Wie er aber dahin kommt, zu sein, was er sein soll, hängt von seiner Lebensgestaltung ab. Vermag er Situationen zu schaffen, in denen ein Überschuss des Guten liegt, so kann er Größeres nicht tun. Wenn er Situationen schafft, die zu einer neuen Übereinstimmung im Zusammenleben führen, weiß er, was Gott „gesagt“ hat. Denn was er sagt, tut er auch, so dass die Menschen wissen, was sie mit Gott zu tun haben.

24.6.20 09:30
 



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