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Repräsentativ für die Kirche

sind jene, die zwar dazugehören, aber nur wenig mit ihr zu tun haben möchten. Ihre Vorbehalte deuten sie nur an. Sie zeigen durch ihr Verhalten: Das meiste, was in der Kirche geschieht, ist nichts für sie. Das gilt besonders für die Männer. Ihre religiöse Verschämtheit ist ein Tabu. Denn über ihre Mentalität zu reden, ist unerwünscht. Beginnt man damit, läuft man direkt in die Giftküche der Anthropologie. Sie wird kirchenoberlich abgeschottet durch Ekklesiologie, deren Angebote sich für die verschiedenen Kundenkreise mit entsprechend angepassten Preislisten an den Markt bringen lassen. Das trifft den Gerechtigkeitssinn besonders der Männer. Frauen sind von jeher hierarchische Ordnungsgebilde gewöhnt und schlucken Ungerechtigkeiten, wenn auch nicht klaglos, so doch notgedrungen. Heute jedoch immer weniger, sobald das Selbstbewusstsein nicht mehr einknickt. Männer lassen sich in der Kirche nicht auch noch herumkommandieren. Das machen sie allenfalls mit, wo sie entsprechenden Organen angehören. Und da es von vornherein zwecklos ist, eine Hierarchie (dtsch: „heilige“ Herrschaft) zu verändern, geht man ihr aus dem Wege. Eine Hierarchie ist selbst dort, wo sie sich auf die Menschwerdung Gottes beruft, alles andere als menschenfreundlich. Sie lebt von der Disziplinierung, nicht von ihrer förderlichen Kraft. Die fehlt ihr genau so wie der Realitätssinn. Wer sich nicht disziplinieren lassen will, wird sich an- und hochdienen oder auf Distanz gehen. Den hierarchischen Bestrebungen hat Jesus die Richtung gewiesen: „Bei euch soll es nicht so sein. Wer unter euch der Größte sein will, sei der Diener aller.“ Das dürfte seine Schwierigkeiten haben: Immer zu fragen, was andere weiterbringt und sich darum sorgen, dass man es auch erfüllen kann. Aber gerade daran zeigt sich das Wirken Gottes am Menschen. Er befähigt Menschen zu dem, wogegen niemand etwas einzuwenden hat, nämlich anderen zu dem zu verhelfen, was sie allein niemals erreichen können. Wo solcher Dienst geleistet wird, ist Hierachie durch Autorität überwunden und der Unterschied zwischen bedingtem Herrschaftsanspruch und unbedingter Befähigung wirksam und deutlich.

18.6.20 08:34
 



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