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Der Sinn des religiösen Lebens wird von den einen als praktisch erledigt angesehen, weil sie „an Gott glauben“ und von der Mehrzahl als nicht der Rede wert erachtet. Sie leben ohne Einsicht. Es wäre ohnehin halsbrecherisch, in allem, was in der religiösen Welt vorkommt, einen eindeutigen und zudem unverzichtbare Sinn zu sehen. Aber genau um einen unverzichtbaren Sinn geht es jedem Menschen. Sinn ist das Gute, das zunächst fehlt. Nie können wir auf das Gute verzichten. Ob und wann es kommt, wissen wir nicht. Ob wir es im entscheidenden Augenblick bejahen werden, wissen wir auch nicht. Es gibt Güter, die man sich erwerben kann. Es gibt aber auch Güter, die in Fähigkeiten liegen. Woher aber kommen jene Fähigkeiten, die wir vermissen? Individuelle Fähigkeiten mag man sich, so weit wie möglich, erwerben. Gemeinsame Fähigkeiten gehen daraus nur zum Teil hervor. Die Fähigkeit zur Solidarisierung ist das größte Problem, weil jeder zunächst mehr Interesse an seinen eigenen Zielen hat, als an gemeinsamen Zielen. Die Kunst der Kooperation ist in allen Lebensbereichen, einschließlich der religiösen Welt, ausgesprochen brüchig. Es kann überhaupt kein Sinn in einem religiösen Leben gefunden werden, ohne die absolute Hoffnung, deren Erfüllung nicht in der Verfügung der Menschen liegen kann. Hoffnung kann es nur geben, wenn in ihr zugleich die Gewissheit mitgegeben ist, dass ein unverlierbarer Sinn in das Zusammenleben kommen kann, so dass er Kooperation ermöglicht und fortdauern lässt. Hier muss der Sinn des religiösen Lebens erscheinen und zur Wirkung kommen. Religion steht und fällt mit der Kooperationsfähigkeit. In der Kooperation liegt die Heilsverkündigung und nicht in der Vertröstung auf ein besseres Leben nach dem Tode. Auch ein solches Leben hängt wiederum vom Können der Menschen ab, das an Voraussetzungen gebunden bleibt, die sie auf Erden geschaffen haben. Gott hat bei der Erschaffung der Menschen nicht „halbe Sache“ gemacht, aber die Menschen kümmert es zu wenig, wie die „ganze Sache“, das Heil, zustande kommen soll. Dafür muss es Menschen geben, die etwas eingesehen haben, was ohne die Annahme des Geistes Gottes im Menschen nicht erscheint. Geist schafft Fähigkeiten im Anderen. Der Geist Gottes schafft in den Menschen jene Fähigkeiten, die im Menschsein Gottes ihren Ursprung haben. Sie wirken sich dahin aus, dass die Bejahung des Menschseins unter allen Umständen fortdauert und schöpferisch bleibt. Der Geist Gottes schafft Übereinstimmung durch einheitsstiftende Menschen. Übereinstimmung zu erzielen, ist erst möglich, wenn Menschen den Grund für die Übereinstimmung gefunden haben. Denn in ihnen liegt er zunächst nicht. Der Einheit stiftende Grund ist zugleich der sinngebende Grund. Wir nennen ihn den Geist Gottes. Solange wir nicht mit ihm übereinstimmen, wissen wir, was uns fehlt. Und je mehr wir mit ihm übereinstimmen, um so mehr können wir sein, was wir sein sollen. Wenn alle sind, was sie sein sollen, ist das Heil erreicht. Das ist der Sinn des religiösen Lebens.

6.4.20 08:47
 



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