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Mehr Verantwortungsbewusstsein wird verlangt. Aber was soll beantwortet werden? Was steht überhaupt in Frage? Und worin besteht die richtige Antwort? Fraglich kann alles werden, weil alles von einer unergründlichen Fragwürdigkeit umfangen ist. Anderenfalls gäbe es für uns keine neuen Möglichkeiten. Was wir als unsere Möglichkeiten bezeichnen, ist „auf der anderen Seite“, bei Gott, Wirklichkeit. Teilt Gott sich mit, können wir unsere Möglichkeiten den Umständen entsprechend verwirklichen. Wir bleiben dann am Leben. Die Möglichkeiten lösen zunächst Fragen aus: Was wollt ihr aus eurem Leben machen? Da wir aber nicht nur von Lebensmöglichkeiten umgeben sind, sondern selbst Wesen unergründlicher Möglichkeiten sind, stehen wir vor der unheimlichen Frage: Wer wollt ihr sein? Das ist die Frage Gottes. Auf diese Weise können alle Gott als den Ursprung ihrer eigenen Fragwürdigkeit erfahren. Wird diese Frage als unerbittlich erfahren, sehen wir uns in Frage gestellt und suchen wir nach einer endgültigen Antwort. Die Antwort müssen wir jedoch selbst sein, weil es ja um die Frage geht: Wer sollen wir sein? Die Antwort kommt wie ein Bauwerk nur nach und nach zustande. Die Baupläne mögen vorliegen. Aber aus ihnen entsteht kein Gebäude. Das Verantwortungsbewusstsein mag da sein, die Lebensgestaltung ist eine Angelegenheit für sich. Das Verantwortungsbewusstsein reicht so weit, wie sich jemand in Frage gestellt weiß und eine Antwort darauf zu geben bereit ist. Wer meint, niemandem Rechenschaft schuldig zu sein, hat kein Verantwortungsbewusstsein, allenfalls ein auferlegtes Pflichtbewusstsein. Das Verantwortungsbewusstsein wächst aus der Erfahrung der Freiheit. Sie ist die Fähigkeit, das zu werden, was der Mensch werden soll. Darum ist sie zugleich die Fähigkeit, die Differenz zwischen Sollen und Können immer mehr schließen zu können. Der Christ weiß zwar, dass jeder das Menschsein Gottes als Grund für seine Freiheit zumindest angeboten bekommt. Ob er es auch ergreift, hängt davon ab, ob er es weitergeben will. Dann aber muss derjenige, der es annimmt, es aus dem gleichen Grund annehmen, aus dem der Andere es weitergibt. Er kommt darum auch nicht an der Frage vorbei: Durch welche Geisteshaltungen, durch welche Lebensweise geben ich Gottes Menschsein weiter? Darüber Rede und Antwort zu stehen, ist nur in dem Maße möglich, wie der Sinn des Zusammenlebens verstanden worden ist. Um zu wissen, was im Zusammenleben nicht geschehen darf, muss man nicht lange nachdenken. Demgegenüber müsste es ebenso klar sein, was für das Zusammenleben unbedingt erforderlich ist, nämlich die beiderseitige Zustimmung zum Ziel des Lebens zu behalten. Denn aus diesem Ziel kommt die Frage: Wer wollt ihr sein? Die Antwort kann nicht ausbleiben.

1.4.20 09:04
 



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