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Wenn die Antwort auf eine Frage ausbleibt,

kann es sein, dass sie nicht bekannt ist, oder sie wird verweigert, weil der Gefragte etwas befürchtet. Fragt man allgemein, was ein Mensch ohne Gott nicht sein kann, so ist von vornherein klar, dass es ohne Gott keine Menschen gäbe. Aber alles Allgemeine betrifft auch das Besondere und Jeweilige. Der Gefragte wird die Frage nicht gern auf sich beziehen. Denn dann müsste er sich fragen: Was kann ich „ohne Gott“ überhaupt werden? Diese Frage zieht noch weitere Fragen nach sich, die nicht aufgeschoben werden können, weil sie sich überall stellen und nicht erst gesucht werden müssen. Dazu gehört die Frage: Welchen Sinn soll mein Leben haben? Einen beliebigen Sinn gibt es nicht. Ohne Sinn kann niemand leben. Sinn lässt sich aber auch nicht aufzwingen. Woher nimmt jemand den Sinn seines Lebens? Sinn ist allgemein das Gute, das vor einem Menschen liegt und zu ihm kommen muss. Es kommt aber auf den persönlichen Lebenssinn an. Sollte er nicht gefunden werden, ist es um einen solchen Menschen schlecht bestellt. Er kann sein Sinnverlangen nicht zum Schweigen bringen. Denn nur wo er Sinn findet, kann er das Leben bejahen. Ohne Bejahung bricht alles weg. Schon ein Sinndefizit löst sogenannte „Lebenskrisen“ aus. Es mag viel Sinnvolles geben, dem wir uns nur anzuschließen brauchen. Der persönliche Lebenssinn aber ist nicht schon vorhanden. Sinn kommt zum Menschen, indem er sich schenkt. Und der Geber allen Lebenssinnes, also all des Guten, was noch nicht da ist, bleibt Gott. Da aber das Gute nicht beim Empfänger stecken bleibt, sondern sich erneut mitteilen will, kommt es darauf an, Situationen zu schaffen, in denen andere Gutes finden. Es kommt auf Sinnvermittlung an. Sie ist ohne Gott nicht möglich. Denn jeder Mensch ist gegenüber jedem anderen prinzipiell abgegrenzt. Diese Verschlossenheit kann kein Außenstehender überwinden. „Öffnen“ kann sich jeder nur selbst. Aber was kann er dann „geben“? Sollte er Sinn in das Leben eines Anderen bringen, so hat er ihn nicht beliefert, sondern er hat ihn zur Sinnannahme befähigt. Diese Sinnkonstitution gehört zu den unerklärbaren Ereignissen unter den Menschen. Wenn sie nicht abreißt, nennen wir sie Kommunikation. Der Grund dafür ist unserer Verfügung entzogen. Der wirksame Grund für alles, was unselbstverständlich, aber gerechtfertigt ist, ist das Wirken Gottes. Könnte jemand „ohne Gott“ ein sinnerfülltes Miteinander verwirklichen, müsste er Gott sein. Folglich weiß er, wer Gott ist.

14.2.20 10:01
 



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