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„Wenn Gott spricht“, (6)

überträgt er nicht seine Gedanken, sondern er verleiht Fähigkeiten, die erst in Grenzsituationen nötig sind. Die anderen hat er schon gegeben, damit man die neuen erkennen kann. Diese Fähigkeiten entspringen der Selbstmitteilung Gottes, seinem „Wort“ und sie richten sich an den Menschen, so dass er weiß, woher er sie bekommen hat. Er hat sie „gehört“. Gottes Worte sind Geist und Leben. Sie befähigen zu sein, was der Mensch sein können soll. Denn was hilft uns alles Wissen, wenn das Können in der Praxis ausbleibt? Es ist die Lebensführung, durch die wir wissen und zu erkennen geben, was wir können und was nicht; was wir sind und was wir nicht sind. Es ist wiederum die Lebensführung bestimmter Menschen, die zu erkennen gibt, dass sie das nicht allein von sich aus sind, was sie sind. Wie aber geben Menschen zu erkennen, dass sie von Gott durch sein schöpferisches Wort „angesprochen“ sind? „Wer mein Wort hört, der ist es, der mich liebt.“ Wer also dem Menschsein Gottes entsprechend lebt, hat zuvor das konstitutive Wort des Gottmenschen gehört und bringt es zum Ausdruck durch das, was er tut. Somit redet der Mensch „von Gott“, indem er tut, was er soll und das kann er erst, sobald er durch Gottes konstitutives Wort dazu befähigt ist.

Womit aber wird dieses „konstitutive Wort“ „gehört“? „Wovon das Herz voll ist, davon redet der Mund.“

Wieso aber „hört“ der Mensch mit dem „Herzen“. Das Gehör ist ein Empfangsorgan für das, was aus der Welt kommt. Das „Herz“ ist das Empfangsorgan für das, was die Welt übertrifft. Was aber übertrifft, die Welt der Gegebenheiten unseres Daseins? Sicherlich die Möglichkeiten. Die sind nicht nichts, sondern Wirklichkeiten außerhalb des Daseins. Sie liegen hinter der Grenze der Tatsachen. Wie kommt man auf sie? Wieso werden sie erkannt? Menschen, die auf einer faktischen Grenze stehen, suchen und finden. Das sind die Forscher. Menschen, die an einer prinzipiellen Grenze stehen, müssen warten, bis etwas zu ihnen kommt. Das sind die Hoffenden. Was da kommt, ist die Erfüllung ihrer Hoffnung. Darauf haben sie gewartet. Was aber haben sie gehofft? Das, worauf es unbedingt ankommt, dass es in Erfüllung geht. Auf der Grenze kann man es nicht lange aushalten. Es ist, wie wenn man zur Hälfte im Wasser steht. Man hat zwar Boden unter den Füßen, aber man kühlt immer mehr aus und könnte nicht mehr auf Trockene zurück, wenn zu viel Energie verloren gegangen ist. Denn um dieses Erste geht es immer, um die Kraft. Kraftlos kann nichts und niemand sein. Kraft muss die erste Gabe Gottes sein und die Kraft des Herzens ist der Erweis, dass Gott sich selbst gegeben hat.  Sein mitgeteilter Geist, ist zugleich sein konstitutives Wort. Denn es geht um das Seinkönnen des Menschen und nicht allein um das hinsehende Wissen.

Warum muss es aber das „Herz“ sein, in das Gott spricht? Es ist das Zentrum des Geistes, wo der Mensch „hört“, was ihm nicht anders in den Sinn kommen kann und von wo er von sich aus erfüllen können soll, was er „gehört“ hat. Das Herz ist seine Freiheit, wo die Differenz zwischen Sein und Sollen liegt und auf die Entscheidung wartet. Sein besagt: Das bin ich. Sollen besagt: Das kann ich werden. Folgt das eigene Wollen, dem Sollen, kann nichts am Ziel vorbei gehen. Blockiert der Wille das Sollen, ist das Ziel verfehlt. Aber warum? Dem Wort wurde widersprochen. Das ist Selbstdeterminierung. Dazu darf es nicht kommen.

14.11.19 09:05
 



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