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Mit absoluter Notwendigkeit ist jeder an der Unvergänglichkeit interessiert

 

 

Nehmen wir an, dass hierzulande sehr viele nicht an die Auferstehung von den Toten glauben. Was wird aus diesen Menschen im Unterschied zu denen, die an die Auferstehung glauben?

Der Unterschied kann doch nicht größer sein. Jesus wurde einmal gefragt, ob es viele seien, die gerettet werden. Seine Antwort: „Bemüht euch mit allen Kräften, durch die enge Tür zu gelangen. Viele werden versuchen hineinzukommen, aber es wird ihnen nicht gelingen.“ (Lk 13,23). Es geht also um die Verwirklichung der besten sich bietenden Möglichkeiten. Aber die Lebenszeit ist befristet. „Wenn der Herr des Hauses aufsteht und die Tür schließt, steht ihr draußen“, fügt Jesus hinzu. Wenn die Auferstehung nur eine Idee wäre, so würde sie dennoch auf das Höchstbedeutsame verweisen. Deswegen sind Ideen niemals belanglos, sondern maßgeblich. Einen Glauben an die Auferstehung hat es zur Zeit Jesu auch schon gegeben. Die Pharisäer glaubten an eine Auferstehung, sie Sadduzäer nicht. Es geht aber nicht nur um einen Auferstehungsglauben, mit dem sehr verschiedene Vorstellungen verbunden sein können, sondern um den Glauben an den Auferstandenen. Also um ein Verhältnis zu einem Menschen, den es in der Geschichte bis zur Auferstehung Jesu von Nazareth nicht gab. Ob man mit einer höchsten Idee lebt oder ob man schon auf Erden ein Verhältnis zum Menschsein Gottes hat, ist ein folgenreicher Unterschied.

 

Es heißt doch in der Schrift: Alle werden auferstehen. Die einen zum Gericht. Die Anderen zum ewigen Leben. Warum macht das keinen besonderen Eindruck auf die Menschen, die sich doch sonst von allerlei Informationen beeindrucken lassen?

 

Die Erfahrung zeigt, dass das Naheliegende, bzw. Gegenwärtige, das ja nie übersehen werden kann, jeden Menschen „affiziert“. („An-macht“, heißt das wörtlich. Wie jemand darauf regiert hängt von seiner Bewusstseinsverfassung ab. Die affektive Konstitution, bzw. das Gemüt, bestimmt die Reaktion elementar. Der eine ist sensibel, der andere hat ein „dickes Fell“. Wieder andere sind nachdenklich oder oberflächlich. Jeder hat eine bleibende Konstitution. Man nennt sie Charakter. Demgegenüber macht das Fernliegende zuerst „Eindruck“ auf die fragende Vernunft. Fragt die Vernunft nach dem äußerst Möglichen, worüber hinaus sie nichts Bedeutsameres edeutsameres mehr fragen kann, kann man das mit unterschiedlichen Begriffen bezeichnen. Es fällt von vornherein unter den Gottesbegriff. Es ist wohl einzusehen, dass das Fernste und Bedeutsamste das ist, was uns am meisten fehlt. Es ist aber unbekannt.

 

Das zu wissen, bringt doch niemanden weiter.

Was jedem am meisten fehlt, ist jedoch insofern etwas, was ihn angeht, weil er nicht sagen kann: Mir fehlt nur, was ich weiß. Was ich nicht kenne, kann mich gar nicht interessieren. Die Erfahrung zeigt, dass sich niemand gegen das abschotten kann, was ihn nicht interessiert. Diese Eigentümlichkeit des Menschen nennt man „Leiblichkeit“. Der Körper ist das Realsymbol für Leib und Seele. Alle Eigentümlichkeiten des Menschen bilden sein Wesen. Das besagt: Dies und nichts anderes ist der Mensch. Das ist doch alles sehr „abgehoben“. Das mag vielen so erscheinen, aber es gibt nun einmal das Unabänderliche. Das ist eine Binsenwahrheit. Aber auf die Vorzeichen des Unabänderlichen kommt es an. Mehr noch kommt es auf eine bleibende Einstellung zum Unabänderlichen an. Das ist die Fähigkeit zur Bejahung des Schicksals. Wer alles bejahen will und kann, wird auch die Verwirklichung der bedeutendsten Möglichkeiten bejahen. Nicht nur die Fernen, sondern alle. Denn das nennt man Auferstehung. Sie ist ein Prozess der Selbstgestaltung. Das Leben ist also anstrengend.

 

 

12.6.19 09:23
 



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