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Es gibt doch vieles, worauf die Menschen nicht verzichten können. Müssen sie darauf hingewiesen werden oder kommen sie von selbst darauf?

Es ist zwar eine Binsenwahrheit, dass jeder unfähig auf die Welt kommt und vieles mitbekommen muss, bis er selbständig ist und sein „eigenes Leben“ führen kann. Sind das nur „Gegebenheiten“, die zu verstehen geben: So ist es nun einmal oder liegt darin auch ein Hinweis auf fortwährende, programmatische Eigentümlichkeiten?

Bedenken wir nur, dass jeder vor der Existenzfrage steht, was für ein Mensch er sein will, so weiß er, dass er es auf keinen Fall darauf ankommen lassen darf, was aus ihm wird. Er muss diese Frage so „beantworten“, dass er damit einverstanden sein kann und andere, die es mit ihm zu tun bekommen, auch. Dieses Thema bestand von Anfang an und kann nicht verschwinden.

Dann brauchte er sich doch nur nach denen zu richten, die für ihn ein „Vorbild“ sind.

 Kann er seine Identität nicht selbst hervorbringen? Es kann ohnehin niemand ein Abbild eines Vorbildes werden, mag er einem Anderen noch so viel verdanken. Wer sich seine Identität zuweisen lässt und darum sagt und tut, was andere von ihm verlangen, wird zwar akzeptiert. Aber er verzichtet auf Selbständigkeit. Ob von ihm etwas Besonderes ausgeht, ist deswegen fraglich.

Dann befürworten sie also den Individualismus?

Alle „Ismen“ sind Extreme. Wir müssen uns mit dem Kompromiss begnügen. Die Individualität darf nicht durch Kollektivierung unterdrückt werden. Es muss ein Gleichgewicht gefunden werden zwischen Individualität und Kollektivität; der Kompromiss. Das lässt sich in einem begrenzten Umfang erreichen. Anderenfalls gäbe es keine Völker und Kulturen.

Nun bezeichnet sich die Kirche in unserer Zeit als „pilgerndes Gottesvolk“. Welches Kirchenverständnis liegt dem zugrunde?

Ob es jemandem gelingt, diesen Allgemeinbegriff einigermaßen zu erklären, weiß ich nicht. Denn so hervorragend ist das Kirchenverständnis wohl nicht. Sonst wüsste man zu sagen, woran zu erkennen ist, was die heutigen Menschen mit Gott zu tun haben.

Es muss doch erkennbar sein, warum Getaufte „als Volk Gottes“  bezeichnet werden, sonst hätte es doch genügt, die Kirche als  neutestamentliches Volk Gottes zu bezeichnen.

Idee und Wirklichkeit fallen in der Endlichkeit nie zusammen. Was könnte man sonst als Heil bezeichnen? Wir werden uns wohl damit begnügen müssen, die Kirche als  Gemeinschaft von Menschen zu bezeichnen, die eine gemeinsame Hoffnung haben. Denn eine Glaubensgemeinschaft hat viele Gestalten. In einem Volk ist das nicht viel anders. Die Hoffnung aber muss eindeutig sein. Es kann nur das Bedeutsamste gehofft werden und nicht weniger. Für Christen ist es die Teilhabe am Menschsein Gottes. Hier und jetzt. Nicht später einmal.

15.4.19 09:36
 



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