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Muss ein Jugendlicher gefirmt werden?


Für alle Sakramente gilt: Sie sind definitive Vergegenwärtigungen des Wirkens Gottes. Sie werden aber (auch von Bischöfen) zu exklusiven Wirkweisen Gottes erklärt. Das hieße, Gott wirkt nur durch die Sakramente, anders nie. Doch der Mensch hat es in jeder Situation mit Gott zu tun, weil Gott sein Leben vorbehaltlos mitteilt. Für den Menschen kommt es deshalb darauf an, wie er sich dazu verhält. Sein Leben erstreckt sich über alle Situationen und insofern ist jede Situation “quasi-sakramental”. Das Verhalten des Menschen - seine Disposition - ist die Voraussetzung für das, was durch die Selbstmitteilung Gottes auf Seiten eines Menschen geschieht. Oder wie man früher sagte, “für die Wirkung der Gnade”. Wenn man die Disposition als Voraussetzung für das Wirken Gottes bedenkt, kann man doch “ins Grübeln kommen”. Das ergibt sich aus der Natur der Sache, um die es geht. Herauszufinden, wie wir uns verhalten müssen, um das Verhältnis, das Gott durch seine Menschwerdung zur Menschheit aufgenommen hat, zur Wirkung kommen zu lassen, ist die Aufgabe der Theologie. Aber fragen Sie mich nicht, in wie weit die Theologie diese Aufgabe erfüllt hat. Auch wenn die Theologie in jeder Hinsicht kompetent wäre, stände sie vor der nie endenden Aufgabe, das Heilsverständnis der Getauften zu bilden und dadurch das Selbstverständnis zu erhellen. Das Ziel ist ein qualifiziertes Miteinander. Es ereignet sich in der Kommunikation von Personen, also einer Sinnverwirklichung, die aus dem Wirken des Gottmenschen hervorgeht. Wie verläuft die Vermittlung des Glaubensverständnisses unter den Getauften? Zunächst müssen sie Kenntnisse bekommen, also religiös erzogen werden. Diese erste Voraussetzung dürfte bei den meisten Getauften nur durch den schulischen Religionsunterricht ergänzt werden, aber dann auch aufhören. Wer sich darüber hinaus am kirchlichen Leben beteiligt, hat gewissermaßen “ausgelernt” und ist “fest angestellt”. Darum sind die Gemeinden überwiegend an einer Betreuung interessiert, die sie zufrieden stellt. Die Gemeinde ist jedoch so “lebendig” wie sie jugendliche Christen für die Gemeindebildung gewinnen kann und in diesem Sinne “missionarisch” ist. In dieser Hinsicht ist das Sakrament der Firmung doch erst recht notwendig.  Zweifellos. Wenn jedoch das Interesse als Disposition fehlt, kommt auch das Wirken des Heiligen Geistes nicht zum Ausdruck. Kann ein Jugendlicher diese Disposition mitbringen? Dann wäre er wohl kein Jugendlicher mehr.

 

12.2.19 08:50
 



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