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Gibt es auch in der Kirche einen Reformstau?

Den hat es immer gegeben und es wird ihn immer geben. Anderenfalls wäre sie kein “pilgerndes Gottesvolk” und der Satz Ecclesia semper reformanda”– die Kirche muss sich immer erneuern – nicht ernst zu nehmen. Da es die Aufgabe der Kirche ist, die Menschen für ein Gottesverhältnis zu interessieren, ist mehr als eine Re-form, mehr als eine Wiederherstellung, erforderlich, sondern ein Aggiornamento, ein Aufholen der Rückständigkeit. Der Reformstau sind die Kirchengläubigen. Müsste deshalb die Tradition wieder aufgenommen werden? Hier muss unterschieden werden zwischen dem Unverzichtbaren, das nur fortbesteht, solange es überliefert wird und dem, was von bedingter Bedeutung ist und von der Schrift als “Menschenwerk” bezeichnet wird. Dem Menschenwerk in der Kirche wird oft eine große Bedeutung beigemessen. Denn sobald man nicht mehr nach den rechtfertigenden Gründen fragt, können auch willkürliche Interessen autoritativ durchgesetzt werden. Es sei denn, die Getauften interessiert es nicht, was das Lehramt anordnet.

„Was müsste in der Kirche aufgearbeitet werden, damit die Menschen sich für ein Gottesverhältnis interessieren?“

Das Lehramt müsste das Selbstverständnis der Getauften erhellen. Die Notwendigkeit eines Gottesverhältnisses lässt sich erklären. Die Gottesfrage ist eine Existenzfrage. Sie kann aber nur von Interesse sein, wenn das Selbstverständnis über den Alltagsverstand hinaus zumindest Fragen an sich herankommen lässt, die auf das Letztbedeutsame hinauskommen. Das Letztbedeutsame ist die unaufhörliche Sinnverwirklichung über den Tod hinaus. Das Letztbedeutsame darf nicht fehlen. Davon braucht man niemanden zu überzeugen. Was mit dem Letztbedeutsamen gemeint ist, kann ohne die Offenbarung Gottes niemand wissen. Zugleich aber ist Gottes Offenbarung auch der Grund dafür, dass die Menschen es verwirklichen können. Nach dem letzten Tag auf Erden geht es den Menschen nicht nur ungeahnt besser, weil sie in einer Heilen Welt, im “Himmel” sind, sondern weil sie alles können, was sie können sollen. Das müssen sie aber schon vorher wollen. Das zeitliche Leben ist wie eine Startbahn. Ein langsames Dahinrollen, macht einen Start unmöglich.

 „An welche Frage denken Sie zuerst?“

 Obgleich ich noch keine Antwort darauf bekommen habe, frage ich weiterhin, was einem Menschen fehlt, der mit Gott und Religion nichts im Sinn hat. Niemand kann sagen, darauf gäbe es keine Antwort. Wer sie aber nicht geben kann, weiß, dass er sich auf sein Selbstverständnis nicht viel zugute halten kann. Auch dann nicht, wenn er sich als “religiös unmusikalisch” herausreden will oder sich als Agnostiker bezeichnet. Alle Menschen sind vor die Frage gestellt, wer sie sein wollen. Das müssen sie mit absoluter Notwendigkeit selbst bestimmen. Die Folgen der Selbstbestimmung bleiben unwiderruflich das, was jemand sein will. Das gilt für alle. Aber es ist zu wenig, wenn jemand nur wird, was er sein will. Mit seiner Selbstbestimmung kommt er nicht weit. Außerdem liegen von vornherein andere Möglichkeiten in dem, was der Mensch sein soll. Ob diese Möglichkeiten bedeutsamer sind, kann er herausfinden und zwar besonders dann, wenn er hofft, mit dem Menschsein Gottes übereinstimmen zu können. Gottes authentisches Menschsein bleibt ihm zwar prinzipiell überlegen, aber deswegen kann jeder mehr werden, als er denkt. Weniger jedoch immer. Ohne Teilhabe am Menschsein Gottes, kommt keiner über die Grenze hinaus, die der Tod ihm zieht. Die Hoffnung aber gibt zu verstehen, dass die unermesslichen Möglichkeiten, die hinter jener Grenze liegt, die der Tod zieht, nicht liegen bleiben müssen. Wer demgegenüber meint: Nur weiter so. Was früher richtig war, kann heute nicht falsch sein, hat den Reformstau bereits in seinem Selbstverständnis. Mit der “Auferstehung”, der Neuschöpfung im Tode, wird es darum schwierig.

11.1.19 09:02
 


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