Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Holzauge, sei wachsam




  Letztes Feedback
   20.04.19 09:49
    Jesus hat mit allen disk
   26.04.19 01:21
    Hallo, ob Sie wirklich
   4.06.19 14:11
    Pastorholzauge gibt ja s



https://myblog.de/pastorholzauge

Gratis bloggen bei
myblog.de





Überwindung des existentiellen Zweifels

Der Zweifel mag weithin den Angelegenheiten der Erkenntnis zugeordnet werden. Er soll hier nur mitbedacht werden. Es geht um den existentiellen Zweifel und die mögliche Überwindung. Der Zweifelnde hat eine defizitäre Bewusstseinsverfassung. Deswegen kann niemand bedauern, dass er nicht “von Zweifeln geplagt” wird. Zweifel kann vieles heißen. Ist die fehlende Gewissheit eine Folge der Unzugänglichkeit von Gründen, so bleiben die Zweifel so lange, bis der Grund seine konstitutive Kraft durch die Wahrheit den Willen zur Einwilligung gebracht hat, soweit die Erkenntnis in der Hand des Willens liegt. Denn mit dem methodischen Zweifel lässt sich leben. Er muss zur Vergewisserung sogar herangezogen werden, um nicht durch trügerische Gewissheit in Irrtum zu geraten, sondern den Gewissheit stiftenden Grund der Wahrheit zu erreichen. Der moralische Zweifel muss das Gewissensurteil überprüfen, damit es den rechtfertigenden Grund, nämlich das Gute, nicht voreilig behauptet. Der Skeptizismus setzt einen universalen Zweifel an. Er dürfte eine Unterstellung sein. Denn er muss bejaht werden, führt aber zur Absage an die Wahrheit, außer der einen “Wahrheit”, die die Allgemeingültigkeit der Wahrheit bezweifelt. Der existentielle Zweifel tritt ein, wenn ein Letztbedeutsames nicht (an)erkannt wird. Den mannigfaltigen Lebensmöglichkeiten kann eine Bedeutung beigemessen oder abgesprochen werde, so dass der Zweifel immer neue Nahrung findet. Das Letztbedeutsame nennen Christen das “Heil”. Aber auch für den Nichtchristen muss es von unbedingtem Interesse sein können, dass nämlich der Sinn des Lebens darin besteht, dass er nicht aufhört. Der existentielle Zweifel fällt unter die Sinnproblematik. Sinn ist das Gute, das in der jeweiligen Situation nicht einfach vorliegt oder fehlt, sondern erst da ist, wenn es hervorgebracht ist. Ein Defizit an Sinnerfahrung und Sinnverwirklichung liegt im psychologischen Kontext des Zweifels. Es fehlt jeweils an Zustimmung. Wer bejahen kann, zweifelt nicht. Wer zweifelt, kann nicht bejahen. Bekommt das Bejahungspotential seine Richtung durch das Letztbedeutsame, dann erwacht die Hoffnung. Sie verweist den Zweifel zumindest auf “Platz zwei”. Es ist der Zweck der Hoffnung, den existentiellen Zweifel zum Schweigen zu bringen. Denn hätte der Zweifel das letzte Wort, wäre der Sinnverlust unumgänglich und unwiderruflich. Das Letztbedeutsame muss sich der Mensch vernünftigerweise “sagen” lassen. Es kann erst aus der Offenbarung Gottes bekannt sein. Gott “offenbart” sein authentisches Menschsein. Er teilt es konstitutiv mit, so dass der Mensch sein kann, was er sein soll – und das auch sein will. Anderenfalls gibt es nichts Letztbedeutsames.
4.1.19 11:18
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung