Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
 

  Abonnieren
 



  Links
   Holzauge, sei wachsam




  Letztes Feedback
   20.04.19 09:49
    Jesus hat mit allen disk
   26.04.19 01:21
    Hallo, ob Sie wirklich
   4.06.19 14:11
    Pastorholzauge gibt ja s



https://myblog.de/pastorholzauge

Gratis bloggen bei
myblog.de





 

Personenerkentnis

An welchen Merkmalen ist eine Person zu erkennen?”  - Zunächst in zu unterscheiden zwischen Erkenntnis und Erfahrung. Was eine Person für die Erkenntnis ist, wird im Personenbegriff festgehalten. Die Erfahrung kann am eigenen Verhalten gedeutet werden. Ein Geistwesen zeichnet sich durch Selbstbewusstsein und freiheitliche Selbstbestimmung aus und wird in dieser Hinsicht Person genannt. Die Person hat eine bedingte Weise zu sein. Diese Bedingung ist ihre Natur. Weitere Kennzeichen der Person sind ihre Einmaligkeit und Unergründlichkeit. Einmaligkeit heißt für sich: Sie kann nicht noch einmal sein. Es kann auch nicht zu Diskussion gestellt werden, ob sie einmalig ist. Darum hat sie ihre Würde und ist “unantastbar”. Sie kann also nicht unter die Kategorie des Nützlichen gebracht werden. Worin das begründet ist, weiß die Philosophie nicht zu sagen. (Die Person ist ein nicht diskutierter Begriff, sagen die Liberalen). Die theologische Anthropologie sieht den Grund der Person in Gott, weil er der ermöglichende Grund für sein Abbild ist. Sieht man davon ab, ist die Person eine prinzipiell abgegrenzte Einmaligkeit, ein Individuum, eine unvertauschbare Unmittelbarkeit zu sich selbst. Sie kann sich selbst nicht entkommen und auch nicht vertreten lassen. Sie ist prinzipiell abgegrenzt und unzugänglich. Hat die Person jedoch im Hinblick auf ihre Unergründlichkeit in der Unergründlichkeit Gottes ihren Ursprung, so ist sie eine unabschließbare Beziehungswirklichkeit. Sie gehört zwar ganz sich selbst, aber infolge ihrer Unergründlichkeit ist sie ein Wesen unermesslicher Möglichkeiten. Durch die Verwirklichung der Möglichkeiten kommt sie neu zu sich selbst und zeigt darin ihre dialoge und somit responsorische (antwortende) Existenz. Ohne Dialog kommt sie nicht weiter. Im Dialog weiß sich die Person auf alles je andere im transzendentalen Raum der Zugehörigkeit verwiesen und muss damit rechnen, das ein “unbedingter Anspruch” an sie ergeht. Sie weiß dadurch um ein nicht aufzuhebendes Seinsollen. Das Seinsollen ist unabschließbar, so dass es nie heißen kann: Nur dies und weiter nichts sollst du sein. Anderenfalls würden alle Möglichkeiten verschlossen. Woran eine Person als solche erfahren wird, lässt sich nicht angemessen beschreiben. Das eigene Verhalten gibt es zu erkennen. Man muss sich mit der Unterscheidung von Personalismus und Naturalismus zufrieden geben. Der Personalismus beschäftigt sich mit der Identität im Miteinander. Den Naturalismus interessiert das Menschsein in Hinsicht auf ein Optimum von Vegetieren, Funktionieren und Amüsieren. Die Identität im Miteinander hängt von den konstitutiven Fähigkeiten ab, die im Umgang miteinander wirksam werden. Konstitutiver Umgang besagt: Erst durch die Beantwortung der Fragwürdigkeit, die einer für den anderen ist, durch das eigene Verhalten, weiß jeder, wer der eine für den Anderen wirklich ist. Die Gewissheit zeigt sich in der Dankbarkeit. Dankbarkeit ist Gegenliebe. Somit wird die Person eines Menschen daran erkannt, dass der eine sich gewiss ist, dass der andere es verdient geliebt zu werden. Und wer geliebt wird, weiß, dass der Andere das “von sich aus” tut und nicht, weil man ihn dazu gebracht hat. Denn die Liebe ist die konstitutive Fähigkeit, den Anderen zum liebenden Menschen werden zu lassen, so dass beide wissen: Ohne den Anderen kann niemand sein, was er für den Anderen sein soll. Mehr aber kann niemand sein, als Sinnstifter im Miteinander. Wo kein Sinn ist, kann niemand das Leben bejahen.

3.1.19 09:13
 



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung