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„Pastor Holzauge, die Glaubenslehre der Kirche

ist im Katechismus amtlich veröffentlicht. Es gibt den zweibändigen Erwachsenenkatechismus, den die Deutsche Bischofskonferenz herausgegeben hat und den römischen für die Weltkirche. Wer kennt diese umfangreichen Veröffentlichungen in Ihrer Gemeinde? Richtet sich die Pastoral danach?“

 

Wer darin liest, weiß ich nicht. Nach dem Erscheinen des ersten Bandes habe ich ihn in den monatlichen Glaubensgesprächen mit den Teilnehmern ein Jahr lang durchgesprochen. Die Information über das, was die Kirche über Gott und die Menschen lehrt, wimmelt geradezu von Redewendungen und Stereotypen, die nichts erklären, sondern erst erklärt werden müssen. Was ist z.B. eine “Grundentscheidung über die Ausrichtung und den Sinn des Daseins überhaupt”? Das sei “dasselbe, wie die Frage, ob man mit dem Gott-Sein Gottes Ernst machen will”, heißt es im selben Atemzug. Wenn man sich nicht fragt, wie das Leben zu verstehen sein müsste, wenn es all das nicht gäbe, was der Katechismus sagt, kommt man durch diese beachtliche Fleißarbeit der Theologen nicht zur Sache. Die Differenz zwischen Selbstverständnis und Heilslehre muss man ohnehin selbst überbrücken. Der Katechismus packt nur die Waren aus, welchen Gebrauch man davon macht, muss man selbst wissen. Das Selbstverständnis der Menschen soll mit religiösem Denkwissen aus dem Katechismus eingekleidet werden. Man meint wohl, wenn wir das glauben, was da steht, sind wir Christen.

 

„Sie beklagen nur Mängel. Was schlagen sie vor?“

Eine Phänomenologie des Christseins müssten die Fundamentaltheologen vorlegen, damit deutlich gemacht werden kann, was der Mensch mit Gott zu tun hat. Sie ließe sich immer weiterentwickeln und hätte ihren “Sitz im Leben”. Die Phänomene sind da, aber der Logos ist abgekoppelt. Ein kleiner Hinterhofpfarrer wie ich, kann da nur ein Sandkastenspiel machen. Mit pathetischen Reden können Sie keinen religiösen Vortrag mehr anbringen.

 

„Wollen Sie die Dogmatik entthronen oder sogar begraben?“

Keineswegs. Sie wird auf ihrem Thron sitzen bleiben. Aber es ist zu fürchten, dass das bald niemand mehr beachtet. Wenn jemand, der auf dem Thron sitzt, nur auf Anerkennung wartet, anstatt zu “herrschen”, ist das ein Problem aller. “Herrschen” heißt ursprünglich, bessere Lebensmöglichkeiten erschließen. Damit sind die Menschen seit jeher ihr Leben lang beschäftigt. Heilsmöglichkeiten zu erschließen, schiebt man auf die Pastoral der Gemeinde ab. Was profitiert ein Pfarrer für die Pastoral von seinen pastoralen Experten und Vorgesetzten? Inzwischen preist man schon “niederschwellige pastorale Angebote” an. Dann fehlt nur noch die “Weiße Fahne” am Kirchturm.

13.12.18 08:46
 


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