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Kennzeichen für ein Gottesverhältnis


 Das muss den Menschen genannt werden. Darum heißt es: “Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das Himmelreich kommen, sondern nur, wer den Willen meines Vaters im Himmel erfüllt.” – Sonst könnte von einem Verhältnis nicht die Rede sein. Was aber heißt es, “den Willen meines Vaters im Himmel” zu erfüllen? Die Antwort wird man nicht vorgefertigt im Katechismus finden, sondern durch eine Reihe kritischer Fragen nach seiner Geistesverfassung kommt sie zum Vorschein. Die Frage nach Gott schließt das größtmögliche Interesse des Fragenden nach sich selbst voraus. Wer fragt: Wodurch kann ich sein, was ich in jeder Hinsicht sein soll?, kann nichts Bedeutsames fragen und an nichts Größerem interessiert sein. Weil er fragt, interessiert ihn die Antwort. Die Antwort aber fehlt ihm. Sie muss aber im “Seinkönnen” liegen. Wer kennt sich im dem aus, was mit “Sein” bezeichnet wird? Zunächst kann jeder nur so weit kommen, dass er lebt, wie er leben will. Die Situationen, die von ihm bestimmt sind, zeigen das. Doch sie liegen alle in der Differenz zwischen dem, was jemand hier und jetzt ist und dem, was er noch nicht ist. Will jemand die Differenz allein schließen, also nur sein, was er von sich aus sei kann, kommt er an eine prinzipielle Grenze. Irgendwann kann er nicht mehr, was er will und stirbt. Einziger Ausweg: Kann er sein, was er sein soll, muss ihn ein anderer dazu befähigen. Dieser Andere ist Gott, insofern er konstitutiv wirkt und darum Heiliger Geist genannt wird. Gott muss am Menschsein interessiert sein. Dass wir uns im Menschsein nur zum Teil und bedingt auskennen, zeigen unsere Fragen und unser Unvermögen. Dies aber muss die “Stelle” sein, an der das Wirken des Heiligen Geistes, bzw. der Wille des Vaters, konstitutiv ansetzt. Wo liegt unser größtes Unvermögen? Denn dort muss sich auch jene Veränderung erkennen lassen, die ohne das Wirken des Geistes Gottes nicht vorkommt. Unser größtes Unvermögen steht dem gegenüber, was wir können müssten, dass das Menschsein so ist, dass daran nichts auszusetzen ist. Nicht nur von Fall zu Fall, sondern für immer. Wir können nur das jeweils Mögliche tun und hoffen, dass es so weitergeht. Dies Interesse verfolgen die meisten Menschen. In dieser Hinsicht erfüllen sie den “Willen des Vaters im Himmel”. Denn mehr kann niemand erfüllen.

 

5.10.18 16:03
 



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