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Rede von Gott! (3)

Zunächst muss sicher sein, dass der Mensch es mit Gott zu tun hat. Er mag zwar einsehen, dass ohne Gott nichts ist, was außer Gott ist. Denn Gott ist der ermöglichende Grund dafür, dass der Mensch überhaupt ist. Aber das besagt nicht mehr, als dass Gott „sagt“: Ich will dass du bist. Im übrigen schweigt Gott. Sollte er darüber hinaus „gesprochen“ haben, so muss ihn jemand „gehört“ haben. Solche Hörer gilt es zu finden.

Wer von Gott redet, weil er meint, er wisse, was er über Gott sagen könne, weil andere das auch schon gemacht haben, sollte sich fragen, ob er nicht über den Gottesbegriff redet  und deshalb nur der Frage nachgegangen ist, was mit dem Wort Gott gemeint ist.

Wenn nicht gesagt werden kann, was Gott „gesagt“ hat, kann man nur wissen, dass Gott „sprechen“ kann. Ob er jedoch gesprochen hat, kann zunächst nur ein Hörer“ wissen und dann auch jene, die dem Hörer glauben, was er sagt. Doch dadurch sind sie nicht in gleicher Weise Hörer dessen, was Gott anfänglich gesagt hat. Sie sind allenfalls informiert. Aber das ist nicht alles, was Gott durch sein Wort im Menschen bewirkt.

Deshalb heißt es im Hebräerbrief: „Früher hat Gott zu den Vätern gesprochen durch die Propheten. In dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch seinen Sohn.“

Was hat sich im Bewusstsein der Propheten abgespielt, so dass sie Gott gehört haben? Wie sind sie dazu gekommen, so zu reden? Wenn sie es uns nicht sagen, können wir es nicht wissen. Wer angesprochen wird, dem widerfährt etwas. Es kommt ihm etwas zu Bewusstsein, was er nicht kennen konnte. Mehr noch, er vermag etwas zu sein, was er bis dahin nicht war. An ihn ist ein „konstitutives Wort“ ergangen. Das bringt er zum Ausdruck, das kann er nicht verbergen, das hat er zu sagen, was er durch „Berufung“ ist.

In der Endzeit richtet Gott sein Wort unablässig an die Menschen, weil er sich selbst in seinem Sohn mitteilt und somit durch ihn „spricht“.

Was aber ändert sich dadurch? Das Ergebnis sind die Menschen, die ihn „gehört“ haben, in die Gottes Wort, das „Geist und Leben“ ist, eingedrungen ist, so dass sie deswegen nicht mehr so leben, als hätten sie nie etwas mit Gott zu tun bekommen. Sie können etwas sein, was sie ohne Gottes konstituierendes Wort nicht sein können. Wenn Gott „spricht“, bringt er zugleich den „Hörer“ hervor. Der „Hörer“ aber weiß, dass er etwas „mitbekommen“ hat und zwar nicht nur ein Wissen, sondern ein bis dahin nicht erreichtes Können. Alle Menschen werden zwar von Gott „angesprochen“ durch sein Menschsein, aber sie müssen zunächst wissen, was es wert ist, wenn sie Gott „hören“. Sie können das wissen, wenn sie fragen, wer sie sein sollen. Das ist die radikalste Frage, die der Mensch stellen kann. Wer so fragt, ist an sich selbst interessiert und an dem, der allein die Antwort geben kann. Bevor jemand diese Frage nicht stellt, wird er die Antwort auch nicht hören wollen. Will man ihm aber sagen, was daraus folgt, dass er die Antwort nicht hören will, so muss man sich selbst darüber im Klaren sein, warum es diese Frage überhaupt gibt. Die Frage richtet sich auf das, was der Mensch von sich aus nicht sein kann; auf sein bevorstehendes Leben, das nicht der Vergänglichkeit verfällt. Das kann jedoch erst erkannt werden, wenn Gott es zu erkennen gibt. Wie macht er das? Wenn man das nicht sagen kann, kann man wohl eine Gotteslehre verwalten und unter Unständen verbreiten. Aber die Menschen wissen nicht, was sie mit Gott zu tun haben sollen, so dass sie werden können, was sie werden sollen. Das kann man ihnen aber nicht anders zeigen als dadurch, dass man ihnen die Differenz zwischen dem, was sie sind und dem was sie sein sollen, nennt. Was sie sein sollen, müssen sie schon verstehen können und es muss sie auch interessieren: Menschen, die immer mehr Gutes verwirklichen können als bisher. Liebende Menschen sagt man dafür. Wenn sie es wissen, warum können sie nicht verwirklichen, was sie wissen? Weil sie das erst können, wenn sie wollen, was sie sollen. Wenn sie dieses Können erreichen, wissen sie, wie Gott das „macht“. Er bringt sein eigenes Menschsein in ihnen zur Wirkung. Mehr kann man „von Gott“ nicht sagen, weil Gott gerade das sagt. 
11.11.19 10:05


Rede von Gott! (2) – Aber frage ihn vorher. 

Als ob das so einfach wäre. Jeder Theologe weiß, dass er „von Gott“ nicht reden kann, wie über irgend etwas, was es nun einmal gibt. Gott ist keine Wirklichkeit, die es außer dem, was es gibt, auch noch gibt. In diesem Sinne „gibt“ es keinen Gott.

Zunächst kann der Mensch mit endlicher Erkenntnis nur endliche Wirklichkeiten erkennen. Vor allem kann er sich keine unendliche Wirklichkeit aneignen; weder im Denken, noch im Tun. Wenn er von Gott redet, wie jeder von Gott reden könnte, kommt er somit nicht weiter, als dass er etwas über das menschliche Erkenntnisvermögen sagt. Darin findet er den Gottesbegriff. Der aber gibt ihm nicht mehr zu verstehen, als dass er auf eine Wirklichkeit verwiesen ist, die alles umfängt und alles ermöglicht und darum nicht zum Gegenstand der Erkenntnis werden kann. Doch auf den „Namen“ Gottes kommt es an, damit wir wissen, was wir mit ihm zu tun haben. Doch den muss er selbst nennen. Aber er nennt ihn nur, wenn der Mensch fragt.

So bleibt redlicherweise nichts anderes übrig, als nach Gott zu fragen. Das ist mehr als zu fragen, was mit dem Wort Gott gemeint ist, sondern die Frage richtet sich darauf, was der Mensch mit Gott zu tun hat. Wer fragt, will auch hören. Wer nach Gott fragt, will wissen, was er mit Gott zu tun hat. Das kann jedoch erst erkannt werden, wenn Gott es einmal bestimmten Menschen zu erkennen gibt. Vorher nicht. Darum gilt von Seiten des Menschen: „Niemand hat Gott je gesehen. Der Einzige, der Gott ist und am Herzen des Vaters ruht, der hat Kunde gebracht.“ (Joh 1,18). Diese Kunde bekommt ein Mensch jedoch nur mit, wenn er „Hörer“ ist. Da liegt das Problem der „Rede von Gott“. Wenn Gott gesprochen hat, muss ihn jemand „gehört“ haben. Gott hat zwar schon immer „gesprochen“, aber wo finden wir die „Hörer“?

„Viele Male und auf vielerlei Weise hat Gott einst zu den Vätern gesprochen durch die Propheten; in dieser Endzeit aber hat er zu uns gesprochen durch seinen Sohn.“ (Hebr 1,1f). Die Propheten mussten zunächst einmal „Hörer“ sein. „Rede, Herr, dein Diener hört.“ Das ist die „Selbstkonstitution“ des Hörers bevor er gehört hat, was er sagen soll. Weil sie „gehört“ haben, was Gott „sagt“, konnten die Propheten von Gott reden. Aber sie kamen nicht weiter, als die „Hörer“ es zugelassen haben. Wer hört, weiß vorher nicht, was der andere ihm mitteilt und was darum bei ihm passieren wird. Hat er gehört, ist vieles anders. Zu „hören bekommen“ kann jeder, was er nicht einmal ahnen kann. Deshalb ist niemand vor Gottes Offenbarung sicher. Jeder muss immer damit rechnen, dass ihm etwas zu Bewusstsein kommt, womit er nicht gerechnet hat. Wie er damit fertig wird, kann er vorher nicht wissen. Doch auf die Reaktion des Hörers kommt es an. Oder die Rede ist wirkungslos. Was aber ist mit Reaktion auf das Wort Gottes gemeint? Hat Gott etwas in Aussicht gestellt oder hat er etwas gefordert. Am Hörer allein lässt sich erkennen, was Gott „gesagt“ hat und nur der Hörer kann es „sagen“. Es nur mit dem Munde zu sagen, genügt nicht. Auf das Verhalten kommt es an.
10.11.19 08:35


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