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Warum Identität zuweisen lassen?

Jeder steht vor der Frage, wie er leben will. Die einen wollen das selbst bestimmen. Die anderen wollen kein Risiko eingehen und schließen sich einem Lebenskonzept an, das in einer Institution gebunkert ist. Dazu taugt eine weltanschauliche Gesellschaft, unter denen auch die Kirche zu finden ist. Wer sich von einer Institution die Identität zuweisen lässt, muss „spuren“. Ist er eifrig, machen ihn die Funktionäre auch zum Funktionär. Vielleicht zum Prälaten. Auf Deutsch: Günstling. Er muss aber aus demselben Holz geschnitzt sein. Ob die meisten Menschen überhaupt die Kraft haben, ihre Identität selbst hervorzubringen, ist schwer zu sagen. Jene, die sich ihre Lebenshaltung etwas kosten lassen und keinem nachlaufen, werden wohl dazu gehören. Wer sich in der Funktionärskaste der Kirche, im Klerus, seine Identität nicht wenigstens anfänglich zuweisen lässt, wird schon vorher abgeschoben. Wer keinen Gehorsam leistet, muss gehen. Wer sagt, was er denkt, gilt zumindest als schwierig. Er macht sich selbst zum Außenseiter. O-Ton eines kirchlichen „Würdenträgers“: „Eine Großinstitution verträgt keine Persönlichkeiten.“ Sehr bemerkenswert Kardinal Lehmann: „Wenn ich Priesterweihe habe, muss ich von jedem ein Gehorsamsversprechen verlangen: Versprichst du mir und meinen Nachfolgern Ehrfurcht und Gehorsam? Und ich finde das als eine ungeheure Zumutung auch an mich selbst, dass ich dieses Versprechen einem anderen Menschen abnehme. Da geht es mir heiß und kalt über den Rücken. Dieses ist wohl der gröbste Vorgang in der Kirche, einem Menschen die Identität zuzuweisen. Das ist aber erst die Startlinie für die Klerikerlaufbahn, auf der auch schon einmal genuin Geistliche zu treffen sind. Was dann folgt ist dümmlich autoritär und folglich geisttötend. Warum kann man eigentlich nicht zugeben, dass das Priesternachwuchsproblem ein Identitätsproblem ist? Man müsste dann an vielen Stellen in den Chefetagen aufräumen. Erst wenn der Autoritarismus in der Kirchenleitung die Lähmung, die sie verbreitet, auf sie zurückfällt, werden spätere Generationen an einer Wiederbelebung der Heilsfrage durch die Identitätsfrage interessiert sein. Bis dahin geht es weiterhin von einem „Eckpunkt“ zum nächsten bergab, meint Pastor Holzauge

 

13.2.18 11:33


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Kommentar zu den Evangelien der 6. Woche im Jahreskreis B - 12.-17. Febr. 2018

Montag, 12. Febr.

Mk 8,11-13

Da kamen die Pharisäer und begannen ein Streitgespräch mit ihm; sie forderten von ihm ein Zeichen vom Himmel, um ihn auf die Probe zu stellen. Da seufzte er tief auf und sagte: Was fordert diese Generation ein Zeichen? Amen, das sage ich euch: Dieser Generation wird niemals ein Zeichen gegeben werden. Und er verließ sie, stieg in das Boot und fuhr ans andere Ufer.


·        Wenn die Pharisäer die Bedeutung eines Zeichens schon festgelegt haben, ist es Glückssache, dass der Aufgeforderte das zutreffende Zeichen erfüllt.


Dienstag, 13. Febr.

Mk 8,14-21

Die Jünger hatten vergessen, bei der Abfahrt Brote mitzunehmen; nur ein einziges hatten sie dabei. Und er warnte sie: Gebt Acht, hütet euch vor dem Sauerteig der Pharisäer und dem Sauerteig des Herodes! Sie aber machten sich Gedanken, weil sie kein Brot bei sich hatten. Als er das merkte, sagte er zu ihnen: Was macht ihr euch darüber Gedanken, dass ihr kein Brot habt? Begreift und versteht ihr immer noch nicht? Ist denn euer Herz verstockt? Habt ihr denn keine Augen, um zu sehen, und keine Ohren, um zu hören? Erinnert ihr euch nicht: Als ich die fünf Brote für die Fünftausend brach, wie viele Körbe voll Brotstücke habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten ihm: Zwölf. Und als ich die sieben Brote für die Viertausend brach, wie viele Körbe voll habt ihr da aufgesammelt? Sie antworteten: Sieben. Da sagte er zu ihnen: Versteht ihr immer noch nicht?


·        Wer auf Alltagssorgen fixiert ist, kann nicht bemerken, was darüber hinaus im Spiel ist.

 Aschermittwoch, 14. Febr.

Mk 6,1-6,16-18

Von dort brach Jesus auf und kam in seine Heimatstadt; seine Jünger begleiteten ihn. Am Sabbat lehrte er in der Synagoge. Und die vielen Menschen, die ihm zuhörten, staunten und sagten: Woher hat er das alles? Was ist das für eine Weisheit, die ihm gegeben ist! Und was sind das für Wunder, die durch ihn geschehen! Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria und der Bruder von Jakobus, Joses, Judas und Simon? Leben nicht seine Schwestern hier unter uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm und lehnten ihn ab. Da sagte Jesus zu ihnen: Nirgends hat ein Prophet so wenig Ansehen wie in seiner Heimat, bei seinen Verwandten und in seiner Familie. Und er konnte dort kein Wunder tun; nur einigen Kranken legte er die Hände auf und heilte sie. Und er wunderte sich über ihren Unglauben.

Jesus zog durch die benachbarten Dörfer und lehrte. Als aber Herodes von ihm hörte, sagte er: Johannes, den ich enthaupten ließ, ist auferstanden. Herodes hatte nämlich Johannes festnehmen und ins Gefängnis werfen lassen. Schuld daran war Herodias, die Frau seines Bruders Philippus, die er geheiratet hatte. Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Du hattest nicht das Recht, die Frau deines Bruders zur Frau zu nehmen.


·        Wer etwas Bedeutsames zu sagen hat, wird ausgegrenzt, damit man „seine Ruhe“ hat.

·        Herodes macht sich ein Bild von Jesus, damit er nicht weiter nachdenken muss.

 Donnerstag, 15. Febr.

Lk 9,22-25

 Und er fügte hinzu: Der Menschensohn muss vieles erleiden und von den Ältesten, den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten verworfen werden; er wird getötet werden, aber am dritten Tag wird er auferstehen.

Zu allen sagte er: Wer mein Jünger sein will, der verleugne sich selbst, nehme täglich sein Kreuz auf sich und folge mir nach. Denn wer sein Leben retten will, wird es verlieren; wer aber sein Leben um meinetwillen verliert, der wird es retten. Was nützt es einem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, dabei aber sich selbst verliert und Schaden nimmt?


·        Eine Selbstsicherung kann die Selbstgefährdung nicht verhindern. Die Selbstgefährdung aber wird nicht einmal als Möglichkeit bedacht.


Freitag, 16. Febr.

Mt 9,14-15

Da kamen die Jünger des Johannes zu ihm und sagten: Warum fasten deine Jünger nicht, während wir und die Pharisäer fasten? Jesus antwortete ihnen: Können denn die Hochzeitsgäste trauern, solange der Bräutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, da wird ihnen der Bräutigam genommen sein; dann werden sie fasten.

 ·        Das Fasten mag als eine Selbstbeschränkung missverstanden werden. Die Bedeutung wird willkürlich hineingelesen. Denn das Fasten bringt niemandem dem näher, was er sein soll.


Samstag, 17. Febr.

Lk 5,27-32

Als Jesus von dort wegging, sah er einen Zöllner namens Levi am Zoll sitzen und sagte zu ihm: Folge mir nach! Da stand Levi auf, verließ alles und folgte ihm. Und er gab für Jesus in seinem Haus ein großes Festmahl. Viele Zöllner und andere Gäste waren mit ihnen bei Tisch. Da sagten die Pharisäer und ihre Schriftgelehrten voll Unwillen zu seinen Jüngern: Wie könnt ihr zusammen mit Zöllnern und Sündern essen und trinken? Jesus antwortete ihnen: Nicht die Gesunden brauchen den Arzt, sondern die Kranken. Ich bin gekommen, um die Sünder zur Umkehr zu rufen, nicht die Gerechten.

·        Wer sich gegen jene abgrenzt, mit denen er nichts zu tun haben will, hat kein Interesse daran, was aus dem Anderen wird.

12.2.18 08:15


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