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Advent heißt Zukunft

 

Auch unsere Lebenszeit, die auf uns zukommt, nennen wir Zukunft. Wir können sie nicht aufhalten. Sie ist zum Teil schicksalhaft im Guten, wie im Bösen. Zu einem anderen Teil ist sie das, was wir verwirklichen können oder auch nicht. Zuvor aber erscheint sie uns wie leer. Unser Leben spielt sich in der Zeit ab. Es ist also eines Teils da, insofern wir am Leben sind. Andererseits fehlt es uns, weil immer noch Möglichkeiten vor uns liegen, die noch nicht verwirklicht sind. Möglichkeiten sind Voraussetzungen für das, was noch fehlt. Möglichkeiten sind uns zum Teil bekannt, zu einem anderen Teil nicht. Manche Möglichkeiten müssen wir hinnehmen, andere wecken unsere Interessen, wieder andere fürchten wir. Unsere Zukunft liegt voller Möglichkeiten. Die meisten sind uns unbekannt und verborgen oder verwehrt. Durch Fragen decken wir Möglichkeiten auf und erkennen sie. Die Möglichkeiten fragen uns, ob wir uns dafür interessieren, sie zu verwirklichen. Um Interesse zu haben, müssen wir die Bedeutung herausfinden oder sie den Möglichkeiten zumessen. Deshalb müsse wir unterscheiden und urteilen können. Um Lebensmöglichkeiten zu verwirklichen, benötigen wir Fähigkeiten. Sie zeichnen sich aus durch Kraft und Zielvorstellungen. Unsere Fähigkeiten haben den Sinn, Möglichkeiten zu verwirklichen. Dazu benötigen wir Kraft. Kraft ist die erste Gabe Gottes an alle Lebewesen. Uns Menschen ist die Geisteskraft des Guten angeboten. Wir müssen sie uns aneignen. Die verfügbare Kraft des Guten liegt im Willen. Weisen wir die Kraft des Guten ab, dringt eine Kraft in unseren Willen ein, die im Widerspruch zum Guten steht. Das ist die Kraft des Bösen. Durch die Kraft des Guten schaffen wir Zukunft. Durch die Kraft des Bösen verbauen wir sie. Unsere Zukunft ist uns auf Dauer nie gleichgültig. Wir sind immer daran interessiert, dass die Zukunft von Mal zu Mal besser wird. Das aber hängt nicht allein von uns ab. Die Zukunft der Anderen hat eine Rückwirkung auf unsere Zukunft. Denn wir Leben im Miteinander. Die Qualität des Miteinanders bestimmt die Zukunft aller Beteiligten. Denn wir stehen auch mit denen in Beziehung, die wir nicht kennen. Die Qualität des Miteinanders ist von Abgrenzung und Verbindungen bestimmt. Beides liegt im Raum der Zugehörigkeit, den wir nicht verlassen können. Der Mensch ist von Gott so geschaffen, dass er um sich selbst weiß und darüber hinaus nach dem fragen kann, was möglich ist. Seine Möglichkeiten liegen zwischen dem gegenwärtigen Leben und dem künftigen Leben. Von uns aus gesehen sind bereits die meisten Möglichkeiten, die wir kennen, fragwürdig. Alle Möglichkeiten, die wir nicht kennen, sind erst recht fragwürdig. Wäre alles klar und einsichtig, hinge es von unseren Fähigkeiten ab, was wir im Leben erreichen können und was nicht. Bleibt unsere Zukunft fragwürdig, so droht uns das Scheitern, wenn unsere Fähigkeiten nicht ausreichen oder verloren gehen. Einerseits hängt es von unseren Fähigkeiten hängt ab, welche Lebensmöglichkeiten wir verwirklichen können. Andererseits hängt es von anderen ab, was sie uns ermöglichen oder verwehren; was uns geschenkt oder vorenthalten wird. Christen lassen sich gesagt sein: Unseren Möglichkeiten liegt das Menschsein Gottes in Jesus Christus zu Grunde. Er kommt mit seinem Menschsein auf jeden Menschen zu. Ob uns das etwas einbringt, hängt davon ab, ob wir ein Verhältnis zu ihm eingehen, also an ihn glauben. Insofern leben alle im Advent. Der liturgische Advent soll uns dazu befähigen, dieses Menschsein Gottes für ein besseres und letztlich unvergängliches Miteinander wirksam werden zu lassen. So wirken wir unser Heil. Anfänglich hier und hoffentlich unaufhörlich.
29.11.17 09:49


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Kommentar zu den Evangelien der letzten Woche im Kirchenjahr A - 27. Nov. bis 02. Dez. 2017

Mo 27. Nov.

Lk 21,1-4

Er blickte auf und sah, wie die Reichen ihre Gaben in den Opferkasten legten. Dabei sah er auch eine arme Witwe, die zwei kleine Münzen hineinwarf. Da sagte er: Wahrhaftig, ich sage euch: Diese arme Witwe hat mehr hineingeworfen als alle anderen. Denn sie alle haben nur etwas von ihrem Überfluss geopfert; diese Frau aber, die kaum das Nötigste zum Leben hat, sie hat ihren ganzen Lebensunterhalt hergegeben.

 ·         Vorbehaltlos etwas zu geben, ist wohl erst möglich, wenn seinen „Halt im Unbedingten“  hat.

 Di 28. Nov.

Lk 21,5-11

Als einige darüber sprachen, dass der Tempel mit schönen Steinen und Weihegeschenken geschmückt sei, sagte Jesus: Es wird eine Zeit kommen, da wird von allem, was ihr hier seht, kein Stein auf dem andern bleiben; alles wird niedergerissen werden. Sie fragten ihn: Meister, wann wird das geschehen und an welchem Zeichen wird man erkennen, dass es beginnt? Er antwortete: Gebt Acht, dass man euch nicht irreführt! Denn viele werden unter meinem Namen auftreten und sagen: Ich bin es!, und: Die Zeit ist da. - Lauft ihnen nicht nach! Und wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch dadurch nicht erschrecken! Denn das muss als erstes geschehen; aber das Ende kommt noch nicht sofort. Dann sagte er zu ihnen: Ein Volk wird sich gegen das andere erheben und ein Reich gegen das andere. Es wird gewaltige Erdbeben und an vielen Orten Seuchen und Hungersnöte geben; schreckliche Dinge werden geschehen und am Himmel wird man gewaltige Zeichen sehen.

 ·         Hervorragende Dinge haben auf Dauer keinen Bestand.  Die Lebensumstände  werden nicht besser werden. Wie die Menschen darauf reagieren, sollen sie genau bedenken.

 

Mi 29. Nov.

Lk 21,12-19

Aber bevor das alles geschieht, wird man euch festnehmen und euch verfolgen. Man wird euch um meines Namens willen den Gerichten der Synagogen übergeben, ins Gefängnis werfen und vor Könige und Statthalter bringen. Dann werdet ihr Zeugnis ablegen können. Nehmt euch fest vor, nicht im voraus für eure Verteidigung zu sorgen;5 denn ich werde euch die Worte und die Weisheit eingeben, sodass alle eure Gegner nicht dagegen ankommen und nichts dagegen sagen können. Sogar eure Eltern und Geschwister, eure Verwandten und Freunde werden euch ausliefern und manche von euch wird man töten. Und ihr werdet um meines Namens willen von allen gehasst werden. Und doch wird euch kein Haar gekrümmt werden. Wenn ihr standhaft bleibt, werdet ihr das Leben gewinnen.

 ·         In Grenzsituationen zeigt jeder seine Geisteshaltung.

 

Do 30. Nov.    Apostel Andreas

Mt 4,18-22

Als Jesus am See von Galiläa entlangging, sah er zwei Brüder, Simon, genannt Petrus, und seinen Bruder Andreas; sie warfen gerade ihr Netz in den See, denn sie waren Fischer. Da sagte er zu ihnen: Kommt her, folgt mir nach! Ich werde euch zu Menschenfischern machen. Sofort ließen sie ihre Netze liegen und folgten ihm. Als er weiterging, sah er zwei andere Brüder, Jakobus, den Sohn des Zebedäus, und seinen Bruder Johannes; sie waren mit ihrem Vater Zebedäus im Boot und richteten ihre Netze her. Er rief sie, und sogleich verließen sie das Boot und ihren Vater und folgten Jesus.

 ·         Die Worte Jesu sind nicht nur konstitutiv für den Anfang, sondern fortwirkend.

 

Fr. 01. Dez.

Lk 21,29-33

Und er gebrauchte einen Vergleich und sagte: Seht euch den Feigenbaum und die anderen Bäume an: Sobald ihr merkt, dass sie Blätter treiben, wisst ihr, dass der Sommer nahe ist. Genauso sollt ihr erkennen, wenn ihr all das geschehen seht, dass das Reich Gottes nahe ist. Amen, ich sage euch: Diese Generation wird nicht vergehen, bis alles eintrifft. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht vergehen.

 ·         Gott nimmt sein Verhältnis zu den Menschen nicht auf. Es ist nicht alles unbeständig.

 

Sa 02. Dez

Lk 21,34-36

Nehmt euch in Acht, dass Rausch und Trunkenheit und die Sorgen des Alltags euch nicht verwirren und dass jener Tag euch nicht plötzlich überrascht, sowie man in eine Falle gerät; denn er wird über alle Bewohner der ganzen Erde hereinbrechen. Wacht und betet allezeit, damit ihr allem, was geschehen wird, entrinnen und vor den Menschensohn hintreten könnt.

 ·         Mit welcher Bewusstseinsverfassung werden Menschen leben, wenn es in der Endlichkeit keinen Halt mehr gibt?

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

27.11.17 08:56


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