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Was zeigt uns der Gottesbegriff?

 

Zunächst ist zu unterscheiden: Geht es um die Frage nach dem Gottesbegriff oder um die mit dem Begriff gemeinte Wirklichkeit? Fragen sind Ausblicke auf Möglichkeiten. Es kann nicht sein, dass alles nur möglich, aber nicht wirklich ist. Es gibt beides: Den Bereich der Möglichkeiten und den Be-reich der Wirklichkeit. Wo Möglichkeiten gesehen werden, fehlt die Verwirklichung. Die Möglichkeiten sind nicht nichts, sondern noch ausstehende oder verschlossene Wirklichkeiten. Es gibt nun einmal das Wort Gott und es muss eine Bedeutung haben, weil es keine bedeutungslosen Worte gibt. Aber um sicher zu gehen, dass mit dem Wort „Gott“ eine Bedeutung gegeben ist, bestreiten wir, dass es das, was immer mit dem Wort gemeint sein könnte, überhaupt geben kann. Sagen wir also: Es gibt keinen Gott. – Aber es gibt etwas. Doch, was immer es gibt und geben mag, betrifft nie das, was bestimmte oder viele Menschen mit Gott bezeichnen. Wie aber soll man all das nennen, was es gibt? Nennen wir es „Welt“. Die Welt ist alles, was es gibt und nichts anderes. Alles fällt unter den Begriff „Welt“. „Alles“ ist das, wo nichts hinzukommen und nichts verschwinden kann. Doch so ist die Welt nicht. Die Welt ist nicht alles. Sie verweist auf eine Wirklichkeit, die so ist, wie wir sie bezeichnet haben: Ihr fehlt nichts und darum

kann auch nichts zu ihr hinzugefügt werden. Diese Wirklichkeit wird verschieden benannt, u.a. mit dem Wort Gott. Das Wort Gott gibt also zu verstehen, dass es zweit radikal verschiedene Wirklichkeiten gibt: Die eine muss sein und kann nicht nicht sein. Die andere ist zwar, aber sie muss nicht sein. Es gibt Gott und die Welt. Das erkennen wir und es ist so. Es gibt zweifellos andere Wege, um zu diesem Ergebnis zu kommen. Man nannte diese Wege voreilig „Gottesbeweise“. Aber mit Gottesbeweisen lässt sich nur zeigen, dass der Mensch den Gottesbegriff haben kann. Fraglich bleibt, ob er ihn wieder vergessen kann, wenn er ihn einmal gefunden hat. Doch das ist eine Sache der Vernunfterkenntnis, die man nicht unmittelbar braucht, um sein Brot zu verdienen. Darum kann man so leben, als ob es Gott nicht gäbe. Man kann auch in einer Demokratie leben, ohne sich darüber Gedanken machen zu müssen. Erst wenn sie verschwindet, weiß man, was sie wert ist. Wenn wir also um Gott wissen, so wissen wir nur, dass er ist und wissen dadurch noch nicht, was wir mit ihm zu tun haben. Wir wissen nur, dass wir damit rechnen müssen, dass er sich auf eine Weise bemerkbar macht, die wir nicht voraussehen können. Wir müssen mit seiner „Offenbarung“ rechnen. Ob es eine solche Offenbarung gibt und welche Wirkungen sie für unser Leben hat, ist etwas völlig anderes als die „Gottesfrage“, die nicht mehr erreicht, als den Gottesbegriff. Die eigentliche Gottesfrage ist die „Heilsfrage“. Sie ist eine mögliche Folgerung aus dem Gottesbegriff. Die Heilsfrage hat jedoch meistens andere Motive.

10.8.17 08:37


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Zahllose Beziehungen, aber nur wenige Verhältnisse

Beziehungen haben wir reichlich. Verhältnisse sind selten
Von der Beziehung zum Verhältnis. Beziehungen haben wir zu allem, was wir erkennen und zu allem, was uns „betrifft“. Die Wahrheit, die sagt, was ist und was sein soll, ermöglicht die Beziehungen schon bevor wir sie bemerken. Beziehungen können erwünscht oder uner-wünscht sein. Das zeigen uns Zustimmung oder Ableh-nung. Was über die Beziehungen qualitativ hinausgeht, ist ein Verhältnis. Verhältnisse sind immer sinnvoll. Ein Verhältnis lässt sich nicht erzwingen und nicht anordnen. Die Bindekraft des Guten schafft unter bestimmten Vor-aussetzungen Verhältnisse. Wo beide Seiten sich an das Gute halten und vom Guten zusammengehalten werden, finden wir Verhältnisse. Sie haben Unbedingtheitscha-rakter und sind darum von entscheidender Bedeutung für alles, was wir sein können. Ohne ein Verhältnis zur Per-son eines Anderen können wir nicht sein, was wir sein sollen. Was wir sein sollen, können wir zwar wissen, aber nicht allein bestimmen, sondern nur der jeweils An-dere. Er darf es uns nicht nur wissen lassen, sondern muss uns dazu befähigen, sein zu können, was wir sein sollen. Diese Befähigung ist die konstitutive Kraft des Geistes. Konstituieren heißt, ursprünglich und darum völlig neu hervorzubringen. Wo die konstitutive Kraft zum Ausdruck kommt, ist etwas da, was man sich nicht selbst beschaffen konnte, was aber nicht fehlen durfte. Der Grund ist das Wirken Gottes. Aber konkret wird es nur durch konstitutives Wirken der Menschen. Sie zeigen dadurch, dass sie ein Verhältnis zu Gott haben, weil sie in das Verhältnis, das Gott zum Menschen durch seine Menschwerdung verwirklicht hat, eingewilligt haben. Sie „glauben an“ Gott, sagt man deshalb. Denn der Sinn je-des Verhältnisses ist es, beim Anderen zu bewirken, was ihm fehlt, um sein zu können, was er sein soll. Deshalb sagt der johanneische Christus: „Ohne mich könnt ihr nichts tun“, nämlich in Hinblick auf das, was ihr sein sollt. – Konstitutiv für das wahre Menschsein ist darum das Menschsein Gottes. Ausprobieren können wir vieles, aber in dieser Hinsicht nichts Bleibendes.

11.8.17 09:15


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