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Viele Möglichkeiten liegen zwischen Wohl und Heil

Wenn es den Menschen „gut geht“, weil sie Erfolg, wenig Sorgen und unmittelbar nichts zu befürchten haben, leben sie im „Wohl“. Das einzige Problem liegt darin, dass es vergänglich ist. Im zeitlichen Dasein gibt es eine Macht, die alles vernichten kann: Die Negativität. Sie ist allgegenwärtig und ruht nicht. Sie wird, wo immer es möglich ist, in Grenzen gehalten durch die Positivität, die Kraft des Guten. Da die meisten Menschen sich mit der Vergänglichkeit nicht abfinden, suchen sie das unvergängliche Wohl, das „Heil“, das es im zeitlichen Dasein nicht gibt, nach ihrem irdischen Leben im „Himmel“. Sie möchten „in den Himmel kommen“, in eine „bessere Welt“ und niemals in die „Hölle“, wo das Leben unerträglich ist. Keiner möchte in die„Hölle“ kommen. Darin sind sich alle einig. Wie aber kommen sie „in den Himmel“, bzw. wie erlangen sie das Heil. Das sagt ihnen „die Kirche“. Denn „die Kirche“ weiß, dass sie die Menschen durch „Gnadenmittel“ – das sind vorwiegend die Sakramente – zum Heil führt. Damit man der Gnade „würdig“ ist, muss man die Zehn Gebote „halten“. Das soll genügen. Denn die lateinische Kirche denkt funktional. Wenn die Ursache zum Zuge kommt, ist das Ziel erreicht. Zwar weiß man in der Kirche, dass das alles nicht so einfach ist. Aber anders verstehen die „kleinem Leute“, die „schlichten Gläubigen“ es nicht. Nun gibt es „im Himmel“ aber keine „kleinen Leute“ mehr. Jesus hat auf Erden seinem Vater besonders dafür gedankt, dass es ihm gelungen ist, die „kleinen Leute“ von ihrer Kleinkariertheit abzubringen. Sonst hätte er selbst nicht erkennen können, dass er etwas erreicht hatte, was zum himmlischen Heil unbedingt erforderlich ist, nämlich ein Bewusstseinswandel, der mit einem neuen, überdurchschnittlichen Interesse am Leben beginnt. Dieses neuartige Interesse kommt zwar immer wieder zum Vorschein. Denn die Menschen suchen den Fortschritt, aber die Vergänglichkeit können sie nicht abschaffen. Interessen müssen mit Fähigkeiten verbunden sein, wenn es ein Leben über die Vergänglichkeit hinaus geben soll. Da das Handeln aus dem Sein folgt, müssen die Menschen selbst im Unvergänglichen verwurzelt sein, um ihren Wohlstand – die Werke ihrer Mühen – ins Unvergängliche zu übertragen. Das nennt man in der Christenheit „Auferstehung“. Wie man ein Typ wird, der die Auferstehung zustande bringt, könnte „die Kirche“ wenigstens wissenlassen. Aber dazu ist sie zu bequem. Die Menschen des Alten Gottesvolkes, die Juden, kennen sich darin in mancher Hinsicht augenscheinlich besser aus. Sie kennen sich in der Bedeutung der Schicksalhaftigkeit um einiges besser aus und haben die Christen eine sogenannte Zustandsgnade voraus: Das Solidarisierungspotential. Denn davon hängt das Heil ab. Unsere Individualisierungsideologie lässt uns nämlich schon am Gemeinwohl scheitern. Erst wenn keiner „zu kurz kommt“ ist das Wohl stabil und wenn keiner zu kurz kommen kann, ist das Heil erreicht.
15.8.17 14:29


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Mariä Himmelfahrt

15. August – Feiertag in Bayern und im Saarland,

denn es ist „Mariä Himmelfahrt“. Um was geht es hier? Gewiss immer um die Bedeutung um das, was zum Menschen gehört und darum nicht fehlt.

Sagt man, Maria ist mit Leib und Seele in den Himmel aufgenommen, so ist es für das Denken keine Schwierigkeit, das zu glauben, weil die Seele „unsterblich“ ist. Der Leib aber ist sterblich und wird beerdigt. Demnach kann es kein Grab Marias geben. Denn die Trennung von Leib und Seele, ist das Sterben und führt in den Tod.

Die Schwierigkeit für das Verstehen liegt in der Bedeutung des menschlichen Leibes, weil das Alltagsdenken keinen Unterschied von Körper und Leib macht. Der Körper ist ein Realsymbol für Leib und Seele. Symbole verweisen auf etwas. Durch seinen Leib ist der Mensch in einer unverwechselbaren Weise in der Welt. Jeder hat also seinen eigenen Leib.  Würde er ihm genommen, wäre er nicht mehr da; nicht mehr in der Welt. Je mehr er sich geistig betätigt, umso mehr „verleiblicht“ er sich und kommt dem näher, was er sein soll.

Als Pius XII. 1950 die Aufnahme Marias mit Leib und Seele in den Himmel zum Dogma erklärte, musste der Dogmatiker Karl Rahner zur deutschen Ausgabe der Dogmatisieungsschrift zunächst den Begriff des Leibes erklären. Denn auch Bischöfe kamen mit der vollendeten Leiblichkeit Marias nicht zurecht. Es wäre einfacher gewesen von der Selbstmitteilung Gottes auszugehen: Gott teilt sein Menschsein mit und weil Maria als Immaculata von Anfang an ohne Sünde war, nimmt sie es vorbehaltlos an. Folglich ist sie dadurch, was sie sein soll: Ein Mensch, der mit dem Menschsein Gottes kommuniziert, bzw. „mit Leib und Seele im Himmel lebt.“

 

 

14.8.17 19:19


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