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Kommentar zu den Perikopen des 16. Sonntags im Jahreskreis A - 23. Juli 2017

 

1.     Lesung Weish 12,13.16-19

Denn es gibt keinen Gott außer dir, der für alles Sorge trägt; daher brauchst du nicht zu beweisen, dass du gerecht geurteilt hast. Deine Stärke ist die Grundlage deiner Gerechtigkeit und deine Herrschaft über alles lässt dich gegen alles Nachsicht üben. Stärke beweist du, wenn man an deine unbeschränkte Macht nicht glaubt, und bei denen, die sie kennen, strafst du die trotzige Auflehnung. Weil du über Stärke verfügst, richtest du in Milde und behandelst uns mit großer Nachsicht; denn die Macht steht dir zur Verfügung, wann immer du willst. Durch solches Handeln hast du dein Volk gelehrt, dass der Gerechte menschenfreundlich sein muss, und hast deinen Söhnen die Hoffnung geschenkt, dass du den Sündern die Umkehr gewährst.

 Aussagen über die Weisheit werden zwar von Menschen gemacht, aber die Weisheit selbst muss ihnen die entsprechende Erkenntnis gegeben haben.

Zur Weisheit gehören die bedeutsamsten Wahrheiten. Deswegen kann sie den  Menschen auch die bedeutsamsten Fähigkeiten geben. Der Mensch soll und kann deshalb menschenfreundlich sein.

Die Stärke der Weisheit liegt darin, dass es bei ihr keine Unfähigkeit gibt. Denn sonst könnte sie den Menschen keine Fähigkeiten geben, die ihm ohne sie fehlen würden.

2.     Lesung Röm 8,26-27

So nimmt sich auch der Geist unserer Schwachheit an. Denn wir wissen nicht, worum wir in rechter Weise beten sollen; der Geist selber tritt jedoch für uns ein mit Seufzen, das wir nicht in Worte fassen können. Und Gott, der die Herzen erforscht, weiß, was die Absicht des Geistes ist: Er tritt so, wie Gott es will, für die Heiligen ein.

 
 Menschen beten aus verschiedenen Gründen. Sie hoffen, dass alles, worum sie beten, „in Erfüllung geht“. Sollte es zwecklos sein, um etwas zu beten, würde der Beter sich selbst täuschen.

Hat das Gebet aber eine Bedeutung, die über das Zweckmäßige hinausgeht, muss das, was über das Zweckmäßige hinausgeht, der Geist, den Beter zu dem konstituieren, was dem Geist entspricht. Es geht um die Fähigkeit, das Menschsein Gottes anzunehmen und zur Wirkung zu bringen. Das ist die „Nachfolge Christi“.

 Evangelium Mt 13,24-43

Und Jesus erzählte ihnen noch ein anderes Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Mann, der guten Samen auf seinen Acker säte. Während nun die Leute schliefen, kam sein Feind, säte Unkraut unter den Weizen und ging wieder weg. Als die Saat aufging und sich die Ähren bildeten, kam auch das Unkraut zum Vorschein. Da gingen die Knechte zu dem Gutsherrn und sagten: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher kommt dann das Unkraut? Er antwortete: Das hat ein Feind von mir getan. Da sagten die Knechte zu ihm: Sollen wir gehen und es ausreißen? Er entgegnete: Nein, sonst reißt ihr zusammen mit dem Unkraut auch den Weizen aus. Lasst beides wachsen bis zur Ernte. Wenn dann die Zeit der Ernte da ist, werde ich den Arbeitern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, um es zu verbrennen; den Weizen aber bringt in meine Scheune.

Er erzählte ihnen ein weiteres Gleichnis und sagte: Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Senfkorn, das ein Mann auf seinen Acker säte. Es ist das kleinste von allen Samenkörnern; sobald es aber hochgewachsen ist, ist es größer als die anderen Gewächse und wird zu einem Baum, sodass die Vögel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.

Und er erzählte ihnen noch ein Gleichnis: Mit dem Himmelreich ist es wie mit dem Sauerteig, den eine Frau unter einen großen Trog Mehl mischte, bis das Ganze durchsäuert war.

Dies alles sagte Jesus der Menschenmenge durch Gleichnisse; er redete nur in Gleichnissen zu ihnen. Damit sollte sich erfüllen, was durch den Propheten gesagt worden ist: Ich öffne meinen Mund und rede in Gleichnissen, ich verkünde, was seit der Schöpfung verborgen war.

Dann verließ er die Menge und ging nach Hause. Und seine Jünger kamen zu ihm und sagten: Erkläre uns das Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker. Er antwortete: Der Mann, der den guten Samen sät, ist der Menschensohn; der Acker ist die Welt; der gute Samen, das sind die Söhne des Reiches; das Unkraut sind die Söhne des Bösen; der Feind, der es gesät hat, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende der Welt; die Arbeiter bei dieser Ernte sind die Engel. Wie nun das Unkraut aufgesammelt und im Feuer verbrannt wird, so wird es auch am Ende der Welt sein: Der Menschensohn wird seine Engel aussenden und sie werden aus seinem Reich alle zusammenholen, die andere verführt und Gottes Gesetz übertreten haben,

Feindschaft gibt es zwar überall in der Welt, aber dabei wird es nicht für immer bleiben. Wird in der Menschheit das Reich Gottes verwirklicht, sind dort nur Gerechte zu finden. Es ist durchaus möglich, eine Quelle des Guten zu sein. Doch das ist die Folge des Gottesverhältnisses.

Was für einen Gärtner nutzloses Unkraut ist, ist für andere ein Gewinn.

Die Dynamik einer Initiative bringt ihre Wirkung wie Sauerteig hervor.

22.7.17 09:24


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Wie wird es weitergehen?

 

Noch nie hat  jemand Gewissheit darüber gehabt, wie es weitergehen wird. Und wenn es weiterging, lag dass daran, dass man den Willen dazu hatte und es für völlig selbst-verständlich gehalten hat, dass Wollen in Können übergeht. Das ist nicht auf die Umstände oder Konditionen als zurückzuführen. Umstände gehören zu den Bedingungen. Solange es jemand als "normal" hinnimmt, dass er die Differenz zwischen Wollen und Können von sich aus schließen kann, ist er in einem gewissen Sinne naiv. Er nimmt die Dinge, wie sie ihm gerade erscheinen. Ganz anders sieht die Sache aus, wenn er fragt, wei es weitergehen soll. Denn das kann er nicht mit sich selbst abmachen. Aber wen fragt er denn, wenn es um das Sollen geht? Sicherlich den, der ihn ohnehin machen ließ, was er wollte und der auch ein Interesse daran haben muss, dass jeder, der danach fragt, wie es mit ihm weitergehen soll, auch eine Antwort bekommt. Die Antwort liegt im Können dessen, wonach  er gefragt hat. Aber wie ist sie dahingekommen? Es muss sie jemand gegeben haben. Man mag ihn nennen wie man will, gemeint ist immer derselbe. Er ist Gott. Ohne ihn kann keiner sein, was er immer und überhaupt sein soll, damit es weitergeht. Ausprobieren, "ob es Gott überhaupt gibt, geht nicht.

Holzauge, sei wachsam: Meistens muss man sich mit dem Denken zufrieden geben und kann froh sein, wenn die Vernunft ein klares Urteilt zustande bringt. Denn durch die Vernunft laufen die Wahrheiten, auf die es immer und überhaupt ankommt, weil die Wahrheit immer sagt, was sie zu verstehen geben will und deswegen Gedanken abschickt.

21.7.17 10:43


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